Selbstgenutztes Wohneigentum

Die Eigentumsförderung wird als wichtiger Beitrag zur Erfüllung der Wohnwünsche vieler Familien sowie zur Bekämpfung der Altersarmut schrittweise und bedarfsgerecht ausgeweitet. Für eine verbesserte Inanspruchnahme der Mittel zur Förderung von Wohneigentum werden gezielt Anreize gesetzt. Sie richtet sich an Familien, Alleinstehende und Paare, die Wohneigentum bilden wollen und aufgrund ihres Einkommens auf eine Förderung angewiesen sind.

Die Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum ist in allen Teilen des Landes möglich.

Um förderberechtigten Haushalten den Einstieg in die Eigentumsbildung zu erleichtern, wird ein Anteil von 15 v. H. des aus Grundpauschale, Familienbonus und evtl. Zusatzdarlehen für die Barrierefreiheit bestehenden Baudarlehens als Eigenkapitalersatz auf die erforderliche Mindesteigenleistung von 15 v. H. der Gesamtkosten angerechnet.

Daneben wird auf Antrag ein Tilgungsnachlass in Höhe von bis zu 7,5 v. H. des Baudarlehens gewährt, der bei Leistungsbeginn vom Darlehensbetrag abgesetzt wird. Der Tilgungsnachlass senkt die Darlehensrestschuld und beschleunigt somit die Entschuldung.

Der Erwerb einer Bestandsimmobilie zur Selbstnutzung wird durch die Gewährung gleicher Fördersätze wie in der Neubauförderung gestärkt. Gleichzeitig wird auf die Erfüllung energetischer Fördervoraussetzungen verzichtet. Unterschiedliche energetische Standards von Bestandsförderobjekten werden durch angepasste Betriebs- und Instandhaltungskostenpauschalen berücksichtigt.

Neu eingeführt wurde ein Ergänzungsdarlehen für förderberechtigte Haushalte, deren Eigentumserwerb (Neubau oder Bestand) an einer Finanzierungslücke von bis zu 50.000 Euro scheitern würde, da am Markt aufgrund des niedrigen Volumens kein Baufinanzierungsdarlehen angeboten wird und ein Konsumentenkredit nicht tragbar wäre. Das Ergänzungsdarlehen wird analog zum Baudarlehen wettbewerbsneutral mit marktnahen Konditionen (Basiszins plus 2 Prozentpunkte), einer 2 Prozentigen Tilgung und einer jederzeitigen vorfälligkeitsentschädigungsfreien Rückzahlungsmöglichkeit gewährt.

Gefördert werden im Einzelnen

  • der Neubau von Familienheimen und Eigentumswohnungen
  • der schlüsselfertige Erwerb neuer Familienheime und Eigentumswohnungen (Ersterwerb)
  • die Neuschaffung im Bestand durch Nutzungsänderung vorhandener Gebäude
  • der Erwerb gebrauchter Familienheime und Eigentumswohnungen und
  • Baumaßnahmen für Schwerbehinderte


Fördermittel beantragen können Haushalte

  • mit mindestens einer volljährigen Person und einem Kind oder
  • mit mindestens einer oder einem schwerbehinderten Haushaltsangehörigen.
  • deren Einkommen die Einkommensgrenze des § 13 Abs. 1 WFNG NRW nicht übersteigt.

Die Förderung ist ausgeschlossen, wenn in Fällen des Ersterwerbs und des Erwerbs bestehenden selbst genutzten Wohnraums der Kaufpreis einschließlich Nebenkosten oder bei Bauherrenmaßnahmen die Gesamtkosten diejenigen Gesamtkosten überschreiten, die im Bereich der Bewilligungsbehörde für ein vergleichbares Objekt als angemessen anzusehen sind oder ein Vertragsabschluss (z.B. Kaufvertrag / Finanzierung) vor Antragstellung erfolgt ist. Über Ausnahmen informiert die jeweilige Bewilligungsbehörde.

Für nähere Informationen und eine Chancenprüfung vor Antragsstellung stehen Ihnen die Mitarbeiter des Stadtplanungssamtes - Abteilung Wohnraumförderung während der Geschäftszeiten gern zu Verfügung. Eine Terminvereinbarung wird empfohlen. Darüber hinaus finden Sie u.a. Informationsmaterial auf den Seiten der NRW.Bank.

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Stadtplanungsamt

Herr Berger

Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm
Fon: 02381 17-8021
Fax: 02381 17-2962
E-Mail-Adresse

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