Die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) in Hamm

Die Kommunale Gesundheitskonferenz in Hamm

Die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) berät sich zu aktuellen Fragen der gesundheitlichen Versorgung, der Gesundheitsförderung und Prävention auf örtlicher Ebene. Sie identifiziert Bedarfslagen, gibt Empfehlungen und initiiert Maßnahmen, die an der Versorgungslage und den Bedarfen der Kommune orientiert sind.

Sie fungiert als Impulsgeber durch eine gemeinsame Identifizierung von Bedarfslagen durch Bedarfsanalysen und der Mitwirkung an der Gesundheitsberichterstattung. Darüber hinaus dient die KGK der Vernetzung der Akteurinnen und Akteure, der Schaffung von Transparenz durch gegenseitige Information und Abstimmung zu Leistungsangeboten, der intersektoralen und interdisziplinären Zusammenarbeit sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dazu koordiniert oder richtet die KGK dauerhafte oder temporäre, themenspezifische Arbeitsgruppen ein, die Handlungsempfehlungen entwickeln und diese zur Beschlussfassung in die Konferenz übergeben.

Die KGK wurde im Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGDG) NRW verpflichtend für alle Kommunen/ Kreise festgeschrieben. Die Sitzungen finden in der Regel zweimal jährlich statt. Themenvorschläge aus dem Kreis der Mitglieder können hierbei jederzeit an die Geschäftsstelle gerichtet werden.

Weitere Informationen

Eine Bürgerversammlung
© Matej Kastelic - Fotolia.com

In der Gesundheitskonferenz arbeiten Vertreter:innen der Leistungserbringer, der Gesundheitspolitik/ Verwaltung, der Kostenträger, der Selbsthilfe und weiterer Institutionen zusammen. Den Vorsitz der Kommunalen Gesundheitskonferenz hat die Dezernentin für Bildung, Familie, Jugend und Soziales.

Die Kommunale Gesundheitskonferenz greift gesundheitsbezogene Themen zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Stadt Hamm auf. Im Besonderen geht es um Herausforderungen in der gesundheitlichen Versorgung und Angebotslandschaft, die durch die Zusammenarbeit mehrerer Institutionen optimiert werden können. Die KGK kann darüber hinaus auch Impulsgeber für neue, zielführende Maßnahmen sein.

Zur Bearbeitung festgestellter gesundheitsrelevanter Problemlagen und themen- bzw. zielgruppenspezifischer Bedarfe kann die KGK dauerhaft oder temporär thematische Arbeitsgruppen beauftragen. Die Arbeitsgruppen erarbeiten Lösungsvorschläge und konzipieren adäquate Maßnahmen, die nach einer Erörterung in der KGK in die Verabschiedung von Handlungsempfehlungen münden sollen.

Arbeitskreise:

  • AK Haus- und fachärztliche Versorgung

  • AK Arzneimittelbezogenes Entlassmanagement

  • Lenkungsgruppe „Kommunale Suchthilfe“

Ergänzend ist zu erwähnen, dass auf Initiative der Kommunalen Gesundheitskonferenz im Jahr 2011 das Thema „Palliativversorgung in Hamm“ aufgegriffen und thematisch weiterentwickelt wurde. Die relevanten Akteur:innen haben sich inzwischen zum Palliativnetz Hamm zusammengeschlossen, das sich in der Regel zweimal jährlich trifft und fachlich austauscht. Die Organisation und Koordination dieser Treffen erfolgen über das Gesundheitsamt.