Unternehmensansiedlung

Eines der größten Rechenzentren Deutschlands

Die Industriegebiet Westfalen GmbH hat mit der Investmentgesellschaft Blackstone, die mit ihrem Partnerunternehmen und Rechenzentrumsspezialist Quality Technology Services (QTS) zusammenarbeitet, einen Kaufvertrag mit aufschiebender Wirkung unterzeichnet.

Der Kaufvertrag ist Grundlage zur Entwicklung eines Rechenzentrum-Campus wenige hundert Meter von der Anschlussstelle Hamm-Uentrop an der A2 auf dem Gebiet der Gemeinde Lippetal gelegen. Mit einer geplanten IT-Rechenleistung von 200 MW wird dies bei Realisierung eines der größten Rechenzentren in Deutschland sein. Diesem ersten Schritt soll zeitnah der Beginn des Planverfahrens unter Einbindung der Öffentlichkeit folgen. Vorbehaltlich des entsprechenden Satzungsbeschlusses durch die Kommunalpolitik in Lippetal sowie der finalen Investitionsentscheidung durch Blackstone und QTS könnte eines der größten IT-Infrastrukturprojekte der Bundesrepublik und eine der derzeit größten Einzelinvestitionen in den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen Realität werden.

Aufsichtsrat-Vorsitzender Marc Herter (Oberbürgermeister der Stadt Hamm) betont: „Auch wenn es noch früh im Prozess ist, zeigt das konkrete Interesse, wie viel Innovationspotential in unserer Region liegt. Mit erneuerbarer Energie und digitalen Zukunftschancen zünden wir den Turbo in die digitale Zukunft unserer heimischen Wirtschaft.“

„Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen“
Auch Tobias Nillies (Bürgermeister der Gemeinde Lippetal) ist sicher: „Mit dieser möglichen Investition stärken wir unseren Standort langfristig. Die besondere Lage schafft wertvolle Synergieeffekte und unterstreicht die Bedeutung einer kooperativen kommunalen Entwicklung, von der auch die regionale und heimische Wirtschaft profitieren könnte. Für uns ist dies zugleich der Beginn eines gemeinsamen Prozesses, um die Potentiale des Standorts weiter auszubauen. Als zuständige Gemeinde, im Rahmen der Bauleitplanung, ist uns ein transparenter Prozess wichtig. Deshalb sind wir am 15. Januar mit einer Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger gestartet und beginnen erst im Anschluss mit unseren politischen Beratungen. Der öffentliche Planungsprozess wird circa zwei Jahre andauern. In diesem Zeitraum werden wir die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Lippetal im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung mit einbeziehen.“

James Seppala (Head of Real Estate Europe and Chairman of Blackstone Europe) erklärt: „Wir glauben, dass Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen attraktive Standorte für die Entwicklung von state-of-the-art Rechenzentren sind. Wir freuen uns darauf mit allen Interessensgruppen, einschließlich der Menschen vor Ort, im Verlauf des Genehmigungsverfahrens zusammenzuarbeiten.“

Vier bis acht Millionen Invest
Die Gemeinde Lippetal und die Stadt Hamm halten jeweils 50 Prozent an der Industriegebiet Westfalen GmbH. Das Industriegebiet umfasst eine Fläche von insgesamt 42 Hektar. Der Rechenzentrum-Campus wird bei Realisierung mit etwa 27 Hektar den größten Teil des Industriegebiets einnehmen. Der Investor Backstone hat angekündigt, hier am Standort bis zu 4 Milliarden Euro zu investieren. Die späteren Mieter des Rechenzentrums werden nach Fertigstellung noch einmal vier bis zu acht Milliarden Euro investieren. Rund 100, größtenteils hoch qualifierte Arbeitsplätze entstehen nach Angaben des Investors direkt auf dem Campus. Analysten rechnen mit bis zu 600 weiteren Arbeitsplätzen, die in der Folge im nahen Umfeld des Rechenzentrums induziert werden. 

Ab 20230?
Läuft alles nach Plan, wird das Rechenzentrum ab 2030 an den Start gehen können. Zu dem Zeitpunkt steht am Standort auch Grünstrom im Übermaß zur Verfügung, der auch für den Betrieb des Rechenzentrum-Campus genutzt werden soll. Die große Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung der Amprion, die den grünen Strom aus dem Offshore-Windpark der Nordsee von Wilhelmshaven direkt zum Umspannwerk nach Uentrop transportiert, wird dann planmäßig liefern. 

© Burrichter

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