Bei den Leverkusener Jazztagen 2003 standen Trompeter Randy Brecker und die WDR Big Band das erste Mal gemeinsam auf der Bühne. Hier wurde das legendäre Live-Album „Some Skunk Funk“ aufgenommen, benannt nach einem Stück aus dem Debütalbum der „Brecker Brothers“, Randy und Michaels stilprägender 1970er-Jahre Fusionband. Die spätere Veröffentlichung war ein Riesenerfolg und wurde 2007, kurz nach dem Tod von Michael Brecker, mit einem Grammy ausgezeichnet. 2012 war Randy noch einmal zu Gast bei der WDR Big Band, gemeinsam mit Saxofonist Chris Potter präsentierten sie eine Hommage an die Ära des Hard Bop.
Jetzt spielen Brecker und die WDR Big Band erneut zusammen, und wie es mit guten Freundschaften häufig so ist: man muss sich nur kurz auf den neuesten Stand bringen und kann dann dort anknüpfen, wo man bei der letzten Begegnung war: bei begeisterndem Live-Jazz auf höchstem musikalischen Niveau. „Es gibt sehr wenige Bands wie diese, in der sich alle untereinander gut kennen und du dich auch mit den kleinsten Nuancen der Musik befassen kannst“, sagt Brecker über die Big Band. Die Bühnenpräsenz des siebenfachen Grammy-Gewinners – kompakt, fokussiert und mit einer Spiellust, die unmittelbar ansteckt – sucht ihresgleichen, seine technische Brillanz und melodische Feinarbeit sorgen im Dialog mit der Big Band für ein intensives Hörerlebnis.
Musiker, Komponist und Arrangeur Bob Mintzer drückt seit über 30 Jahren dem Big-Band-Jazz seinen persönlichen Stempel auf, seine Kompositionen zählen zum Standard-Repertoire. Seit 1986 eng mit der WDR Big Band verbunden, hat er seit 2016 auch die Leitung inne und zeichnet für die Arrangements verantwortlich.
Die WDR Big Band ist weltweit zu Gast und unter den europäischen Big Bands das erste Jazzorchester, das für seine CD-Produktionen mehrfach mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Jedes Mitglied ist eine Solistin oder ein Solist mit unverkennbarem Timbre, was dem Orchesterklang große Strahlkraft verleiht.