Das Berliner Trio um Tastenvirtuose und Produzent Moses Yoofee ist eine der angesagtesten deutschen Formationen. Auftritte in ganz Europa und den USA (u. a. beim legendären Newport Jazz Festival), Deutscher Jazzpreis 2024 als bester Live-Act – die Kurve der drei zeigt steil nach oben. Was als Jam-Session-Projekt zum Zeitvertreib begann, hat Wurzeln geschlagen.
Moses Yoofee und Bassist Roman Klobe-Barangă trafen sich 2020 bei einer Session am Jazzinstitut Berlin, Drummer Noah Fürbringer stieß nach seinem Umzug dazu. Während der Pandemie jammten die drei regelmäßig, entwickelten dabei einen eigenen Sound und eine Arbeitsweise, die Gruppenimprovisationen und Kompositionen aller gleichberechtigt vereint. „Uns ist wichtig, klarzustellen, dass wir alles zusammen machen. Es gibt keinen Bandleader, wir sind gleichberechtigt (…)“, machte Moses Yoofee in einem Interview klar. Und neben dem Trio sind alle auch noch anderweitig beschäftigt, produzieren und spielen u. a. mit Peter Fox (Yoofee und Klober), und Casper (Fürbringer). Alle drei kommen aus leicht unterschiedlichen musikalischen Ecken, nach Einflüssen gefragt, fallen neben Robert Glasper und Kaidi Taitham auch Namen wie J Dilla, Kamaal Williams und Alfa Mist. Jazz, Hip-Hop, Broken Beats und mehr verschmelzen zu einer energiegeladenen Mixtur, lassen einen neuen Sound entstehen, der sich nicht an alten Traditionen abarbeitet – immer auf der Suche nach dem „Sweet Spot, damit es spontan und kreativ bleibt“.
Nach Single-Releases und einer EP („Ocean“, 2023), erschien im Februar '25 ihr Debütalbum „MYT“, was sie natürlich auch bei ihrem Konzert beim Jazzfest im Gepäck haben: Groovende Rhythmen, komplexe Harmonien, energetisch und durchdacht arrangiert – kompakt, pointiert und angenehm frisch. Ihr erklärtes Ziel: „Emotionen, Momente und Knaller“.