Lichtkunst

Brücken + Licht Münsterstraßen-Brücken, Blaue Welle und Rendezvous in Blue
© Thorsten Hübner

Blaue Welle

Entlang der Brückenbauwerke wurden unterschiedlich hohe Masten mit eigens entwickelten Blaulicht-Körpern installiert, die sowohl in der Längsrichtung als auch bei der Betrachtung von der Seite eine "blaue Welle" darstellen. Dabei entsteht für Autofahrer und Passanten der langen Einfahrtspassage eine Art Torwirkung. Das blaue Wellenspalier soll zudem verdeutlichen, dass man über die Brücken eine Wasserlandschaft quert.

Der erste Abschnitt der „Blauen Welle“ auf der Ostseite der Brücken wurde von der Sparkasse Hamm und dem Bürgerverein zur Stadtbildpflege Hamm e.V. finanziert und konnte im Dezember 2007 eingeweiht werden. Der zweite Teil auf der Westseite folgte 2013, finanziert vom Land NRW. Den städtischen Eigenanteil übernahm abermals der Bürgerverein zur Stadtbildpflege.

Künstler: Vollrad Kutscher

Standort Münsterstraße

Brücken + Licht Unterführung Hafenstraße; Künstler: Günter Dohr
© Heinz Feußner

"Ohne Titel" (2006)

Günter Dohr wählte mit der Verkehrsunterführung der DB-Brücke an der Hafenstraße absichtlich einen negativ bewerteten Raum aus. Diesen Raum möchte er mit seinem Lichtkunstwerk "ohne Titel" aufwerten, indem er eine grundsätzliche Aufhellung und farbliche Bereicherungen einsetzt. Auf der einen Seite der Unterführung wird Weißlicht in ruhiger Gleichförmigkeit von den Wänden reflektiert (für Radfahrer und Fußgänger), auf der anderen Seite verschafft die Farbmischung von grün und gelb dem Raum Atmosphäre. Bei Regen spiegeln sich die Farben zudem auf der Fahrbahn, was zu einem besonderen Effekt führt.

Am 27. April 2006 wurde das Lichtkunstwerk in der Unterführung eingeweiht. Als Sponsoren konnten die Stadtwerke Hamm und die Volksbank Hamm gewonnen werden.

Künstler: Günter Dohr

Standort: Hafenstraße
GPS: 51.6816102, 7.8066023

Brücken + Licht Radbodbrücke "Regenbogenbrücke"
© Thorsten Hübner

Regenbogenbrücke (2003)

Die Regenbogenbrücke von Horst Rellecke war das erste Lichtkunstwerk, das im Rahmen von "Brücken+Licht" realisiert werden konnte. An der Kanalbrücke der Radbodstraße wurden quer zur Fahrbahn zwei halbkreisförmige Lichtbögen über der Stahlkonstruktion der Brücke installiert. Diese Bögen tragen jeweils ein Glasfaserkabel, das nachts in wechselnden Farben leuchtet.

Durch den Farbwechsel der beiden Lichtbögen entsteht der Eindruck eines doppelten Regenbogens. Die „Regenbogenbrücke“ konnte im Jahr 2003 dank des Sponsorings der Firma Jäckering realisiert werden.

Nachdem die Lichtinstallation 11 Jahre lang problemlos funktioniert hat, zeigt sie nun leider erste "Alterungserscheinungen" - derzeit ist der Farbwechsel nicht mehr sichtbar. Die Stadt Hamm prüft momentan einen möglichen Austausch der Technik.

Künstler: Horst Rellecke

Standort: Kanalbrücke Radbodstraße

Brücken + Licht grün-blauer Mäander Kurparkbrücke
© Thorsten Hübner

"grün-blauer Lichtmäander"

Seit dem 20. Dezember 2009 gibt es im Kurpark Bad Hamm ein neues Highlight:  Die fünfte Lichtinstallation des Projektes „Brücken+Licht“ wurde an den Brücken über die Ahse erstmalig eingeschaltet.

Die Lichtinszenierung nach dem Entwurf von Peter Brdenk und dem inzwischen verstorbenen Jürgen LIT Fischer will an die ehemals mäandrierenden Schleifen der Ahse und ihre frühere kulturelle und stadtgeschichtliche Bedeutung erinnern. Der „grün-blaue Lichtmäander“ besteht aus farbigen Stahlbändern mit LED-Lichtlinien, die sowohl an den Brücken selbst grüne und blaue Lichtbänder erzeugen, als auch über die Spiegelungen im Wasser die Ahse „ins Licht setzen“. Über die Lichtbänder und über das Wasser hinaus ragende „Lichtfinger“ werden die beiden architektonisch höchst unterschiedlichen Brücken über die Ahse miteinander verbunden. Ebenso unterstützt das Lichtkunstwerk die wichtige Verbindung zwischen Kurpark mit dem nachts ebenfalls illuminierten Gradierwerk sowie dem Sportpark Bad Hamm rund um das Maximare.

Nach dem Tod von Jürgen LIT Fischer wurde der Entwurf im Jahre 2008 von Peter Brdenk überarbeitet und an die veränderten lokalen Bedingungen angepasst. So verzichtete er beispielsweise auf die ursprünglich an den Uferböschungen zwischen den beiden Brücken geplanten Lichtröhren. Die verwendete LED-Technik wurde eigens für dieses Lichtprojekt von der Firma Philips entwickelt.

Die Lichtinszenierung war Bestandteil der Präsentation zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Ermöglicht wurde das Lichtkunstwerk durch die finanzielle Unterstützung der Kulturförderung des Landes NRW und der Firma Philips.

Künstler: P. Brdenk und J. Fischer

Standort: Ahse

Brücken + Licht Illuminierte Eisenbahnbrücke der Wilhelmstraße
© Thorsten Hübner

"Gateway"

Die DB-Unterführung Wilhelmstraße ist eine wichtige Verkehrsverbindung - zugleich aber ein insbesondere für Fußgänger "ungemütlicher", wenig attraktiver Ort, den man gerne wieder verlässt.

Die über dem Tunnel liegende Bahnlinie trennt den mittelalterlichen Stadtkern vom industriell geprägten Hammer Westen. Zugleich stellt die Unterführung aber den wichtigsten Zugang zur westlichen Stadterweiterung dar und ist damit „das Tor zum Westen“ bzw. in der Gegenrichtung das „Tor zur City“. Daher haben die Lichtkünstler Kirsten und Peter Kaiser das Konzept „Gateway“ entwickelt, das diese besondere Tor-Situation aufgreift und aus dem Defizit der Unterführung, der besonderen Länge, einen Vorteil macht. Indem sie die Mitte der Unterführung lichtkünstlerisch betonen, erreichen sie einen Wechsel in der Wahrnehmung: Anstatt wie bisher möglichst schnell den Raum durchqueren zu wollen, schaffen sie nun einen Anreiz, die Mitte zu erreichen. Damit wird die monotone Länge der Unterführung unterbrochen und ein Lichtpunkt installiert, der zugleich den ehemaligen Zugang zum Bahnhofsgelände und dem vormals mitten zwischen den Gleisen gelegenen Bahnhofsgebäude aufgreift und in Erinnerung ruft. Die blauen „Uplights“, also nach oben ausgerichtete Leuchten, betonen dabei die auffällige Stahlkonstruktion der Unterführung. Im Bereich dieser Lichtinstallation wurden zwei Ortsschilder der Stadt Hamm in Bezug zum historischen Bahnhofseingang gesetzt, der für viele Reisende und Besucher das Entree der Stadt darstellte. Zudem wurden die ehemals vorhandenen orangefarbenen Leuchten der normalen Straßenbeleuchtung durch moderne, weiß leuchtende LED-Leuchten ausgetauscht. Die Einweihung des Lichtkunstwerks erfolgte in 2012.

Das Projekt „Gateway“ wurde im Rahmen der Initiative „Illumination von Bahnunterführungen“ der Stiftung Lebendige Stadt und ihren Projektpartnern finanziert.

Künstler: Kirsten und Peter Kaiser

Standort: DB-Unterführung Wilhelmstraße

Lunetta - Kleiner Mond; Nachts scheint ein leuchtender "Vollmond" in einer blauen Lichtfontäne
© Melina Volmar

Lunetta "Kleiner Mond" (2006)

Nachts scheint ein leuchtender "Vollmond" in einer blauen Lichtfontäne; Sponsor: Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels e. V.

Künstler: Kirsten und Peter Kaiser

Standort: Martin-Luther-Straße 47, Ecke Martin-Luther-Platz
GPS: 51.6800718, 7.8162213

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