Seit September 2024 wird das Westentor als stark frequentierte Mobilitätsdrehscheibe in Hamm zu einem funktionalen, offenen und attraktiven Stadtraum umgebaut, der auch den Belangen des Klimawandels durch hohe ökologische Standards gerecht wird. Aktuell läutet eine spektakuläre Baumpflanzung die finale Phase des Westentor-Umbaus ein: Am Mittwoch, 11. März, und Donnerstag, 12. März, werden acht Säulen-Platanen der Sorte „Tremonia“ im Bereich der Haltestellenüberdachung eingesetzt.
Dabei werden die jeweils rund zehn Meter hohen und knapp zwei Tonnen schweren Bäume mit einem 40-Tonnen-Kran über die neuen Dachkonstruktionen des Westentors gehoben und dann senkrecht durch die Aussparungen im Dach in die extra für diesen Standort vorbereiteten Pflanzgruben eingesetzt. Eine Besonderheit ist, dass alle vier Baumscheiben pro Seite jeweils unterirdisch miteinander verbunden sind und so für die Bäume ein großzügiger Wurzelraum vorhanden ist. Bei Regen wird das anfallende Wasser von den Dächern über Fallrohre in den Stützen zum Wurzelbereich der Platanen geleitet, um diese so zusätzlich mit Wasser zu versorgen. Diese Art der Baumscheibe soll den Bäumen an diesem beengten Standort die bestmöglichen Bedingungen bieten und dafür sorgen, dort nachhaltig gesunde Bäume zu entwickeln.
Gerüste werden Anfang April abgebaut
Voraussichtlich ab dem 16. März werden die Stahlrandträger und die Abdichtung für die Dachbegrünung montiert sowie diese eingebaut. Dabei wird der Pflanzbereich vom Gerüst aus auf der Dachoberseite abgedichtet und die vorbereitete Begrünung in den abgedichteten Pflanznischen ausgerollt.
Nach diesen Arbeiten werden die Gerüste Anfang April abgebaut. Nach dem Abbau der Gerüste folgen die letzten Arbeiten: Unter anderem werden in den Wartebereichen Blindenleitsysteme und die Ausstattung wie Windschutz mit Bänken, Abfallbehälter und Baumgitter eingebaut, die Elektroinstallation im Dach (beispielsweise für die Beleuchtung) fertiggestellt sowie Ende April die Gussasphaltdeckschicht in den Wartebereichen und die Asphaltdeckschicht in den Radwegen eingebaut.
Im Mai erfolgt dann das Auftragen der Farbbeschichtung auf dem Asphalt, was den Abschluss des Umbaus des runderneuerten Westentors markiert.
Eingeschränkte Arbeiten wegen der Witterung
Dass die Freigabe des Westentors nicht wie geplant zu Ostern klappt, hängt mit der Witterung des zurückliegenden Winters zusammen. Aufgrund von Schnee und vor allem Frost konnte mehrere Wochen lang nicht oder nur eingeschränkt gearbeitet werden, da beispielsweise keine Elektroinstallationsarbeiten ausgeführt werden konnten. Zuvor sorgte neben begleitenden archäologischen Untersuchungen vor allem die notwendige Neuordnung der Leitungen im Untergrund (im Wesentlichen Hauptleitungen der Stromversorgung, Fernwärme- sowie Gas- und Wasserleitungen) für wesentliche Verzögerungen. Schließlich wurden zahlreiche Leitungen vorgefunden, die nicht oder nur teilweise bekannt waren. Diese mussten in zeitaufwendiger Handarbeit frei- und umgelegt werden.