Im Zentrum der Zusammenarbeit steht eine eng verzahnte, behördenübergreifende Kooperation. Durch regelmäßige Fallkonferenzen und einen intensiven Informationsaustausch sollen insbesondere bei mehrfach auffälligen jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen frühzeitig passgenaue Maßnahmen entwickelt werden. Dabei werden nicht nur Straftaten selbst, sondern auch persönliche Lebensumstände und soziale Hintergründe stärker in den Blick genommen.
Bessere Resozialisierungschancen für junge Menschen
Oberbürgermeister Marc Herter betont die Bedeutung des Projekts: „Das virtuelle Haus des Jugendrechts Hamm sichert durch eine Optimierung der bestehenden behördenübergreifenden Zusammenarbeit zeitnahe und passgenauere Möglichkeiten jugendstrafrechtlicher Intervention und dadurch bessere Resozialisierungschancen für junge Menschen. So haben Jugendliche eine echte Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und positiv zu gestalten.“
Auch die Polizei sieht in der neuen Struktur einen wichtigen Schritt. Polizeipräsident Thomas Kubera erklärt: „Durch die enge und strukturierte Zusammenarbeit können wir schneller reagieren und konsequenter handeln. Unser Ziel ist es, kriminelle Entwicklungen frühzeitig zu stoppen und jungen Menschen klare Grenzen, aber auch Unterstützung aufzuzeigen.“
Von Seiten der Justiz unterstreicht der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Petlalski den präventiven Ansatz: „Das virtuelle Haus des Jugendrechts ermöglicht uns, Verfahren effizienter zu steuern und gleichzeitig individuelle Lösungen zu finden. Eine frühzeitige, abgestimmte Intervention kann entscheidend dazu beitragen, Rückfälle zu vermeiden und nachhaltige Perspektiven zu schaffen.“
Sicherheitslage und Sicherheitsgefühl verbessern
Das „Virtuelle Haus des Jugendrechts Hamm“ richtet sich gezielt an Jugendliche und Heranwachsende, bei denen aufgrund wiederholter Straftaten, besonderer Tatbegehung oder schwieriger Lebenslagen ein erhöhter Interventionsbedarf besteht. Durch die enge Zusammenarbeit von Polizei, Jugendhilfe im Strafverfahren und Staatsanwaltschaft sollen kriminelle Karrieren frühzeitig beendet und die Rückfallquote gesenkt werden.
Langfristig verfolgt die Kooperation auch ein übergeordnetes Ziel: die nachhaltige Verbesserung der Sicherheitslage und des Sicherheitsgefühls in Hamm. Die Verantwortlichen sind sich einig, dass dies nur durch eine Kombination aus konsequentem Handeln und gezielter Unterstützung gelingen kann.