Rassismuskritik

Was verstehen wir unter Rassismus?
Rassismus ist eine Ideologie, die Menschen aufgrund ihres Äußeren, ihres Namens, ihrer (vermeintlichen) Kultur, Herkunft oder Religion abwertet. In Deutschland betrifft das nicht-weiße Menschen – jene, die als nicht-deutsch, also vermeintlich nicht wirklich zugehörig angesehen werden. Wenn Menschen nicht nach ihren individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften oder danach, was sie persönlich tun, sondern als Teil einer vermeintlich homogenen Gruppe beurteilt und abgewertet werden, dann ist das Rassismus.

Mit dieser Ideologie werden ungleichwertige soziale und ökonomische Lebensverhältnisse, Ausschlüsse von Menschen oder sogar Gewalt gerechtfertigt. Rassismus ist dabei kein „einfaches“ Mobbing, denn Rassismus beruht auf einem realen Machtunterschied in unserer Gesellschaft. Voraussetzung dafür ist, dass Menschen nach äußerlichen oder (vermeintlichen) kulturellen Merkmalen in „Wir“ und „Andere“ eingeteilt werden. Die „Anderen“ werden dabei als weniger wert oder weniger gut als das „Wir“ eingestuft.

Warum Rassismuskritik und nicht Anti-Rassismus?
Rassismuskritik geht von der Annahme aus, dass Rassismus eine gesellschaftliche Normalität darstellt, insofern alle Menschen durch rassistische Kategorisierungen, Zuschreibungen und Diskriminierungen in unserer Gesellschaft positioniert werden. Dadurch setzt sich Rassismuskritik ausdrücklich von Haltungen und Handlungsformen ab, die auf der Annahme beruhen, es reiche aus, für Gleichheit und gegen Rassismus einzutreten, um nicht rassistisch zu sein. Denn sie blenden rassistische Strukturen aus und sind daher auch blind für die Folgen der eigenen Praxis.

Hammer Netzwerk rassismuskritische Arbeit
Das Kommunale Integrationszentrum bildet mit insgesamt 15 weiteren Kolleg:innen aus Vereinen, Organisationen und Institutionen in Hamm ein Netzwerk, welches rassismuskritische Veranstaltungs- und Informationsreihen plant und durchführt. 

Das „Hammer Netzwerk rassismuskritische Arbeit“ wurde 2021 unter Federführung des Kommunalen Integrationszentrums gegründet und setzt sich auf unterschiedlichsten Ebenen für ein rassismus- und diskriminierungskritisches Hamm ein.

Durch gemeinsame öffentliche Aktionen setzt das Netzwerk ein deutliches Zeichen gegen rassistische Verhältnisse und jegliche Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und stellt eine kritische Öffentlichkeit her. Zudem entwickelt es Handlungsstrategien gegen Diskriminierung und setzt sich für eine offene demokratische Gesellschaft ein.

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