Kompass
Das Projekt „Kompass“ ist ein Angebot des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hamm. Es bietet zugewanderten Menschen eine verlässliche Stütze im Alltag, wobei der Name sinnbildlich für Orientierung, Sicherheit und Richtung steht.
Das primäre Ziel mit dem Projekt Kompass ist es, die gesellschaftliche Teilhabe von Neuzugewanderten und Menschen mit Fluchthintergrund zu verbessern. Die Ehrenamtlichen unterstützen dabei, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der zugewanderten Personen. Durch die strukturierte Begleitung bei wichtigen Terminen wird das Vertrauen in die eigenen Handlungsmöglichkeiten sowie in die bestehenden gesellschaftlichen Strukturen gefördert.
Einsatzbereiche und Unterstützung
Das Projekt konzentriert sich zunächst einmal auf zwei wesentliche Einsatzfelder:
- Medizinische Begleitung: Unterstützung bei Terminen in Haus- und Kinderarztpraxen oder bei Familienhebammen.
- Wohnen & Finanzen: Begleitung zu Wohnungsbesichtigungen, Unterstützung bei der Kontoeröffnung oder bei Bankgesprächen.
Das Projekt Kompass unterstützt zugewanderte Menschen bei ausgewählten Terminen, bei denen Orientierung, sprachliche Unterstützung oder eine begleitende Person hilfreich sein können.
Die ehrenamtliche Begleitung:
ist ein freiwilliges Unterstützungsangebot,
erfolgt zeitlich begrenzt und auf Anfrage,
ersetzt keine professionelle Beratung oder rechtliche Vertretung,
wird nur in den oben genannten Einsatzbereichen angeboten.
Einsätze mit rechtlichen, therapeutischen oder behördlich verbindlichen Entscheidungsfolgen sind nicht Bestandteil des Projekts.
Ob eine Begleitung erfolgen kann, prüft das Kommunale Integrationszentrum auf Grundlage der eingereichten Anfrage.
Eine Anfrage kann gestellt werden von:
Privatpersonen,
Mitarbeitenden von Einrichtungen oder Beratungsstellen,
Institutionen im Gesundheits-, Wohn- oder Sozialbereich.
Die Anfrage sollte möglichst mindestens fünf Tage vor dem Termin erfolgen. In dringenden Fällen wird eine kurzfristige Vermittlung geprüft.
Wenn Sie einen Unterstützungsbedarf in einem der genannten Einsatzbereiche sehen, nutzen Sie bitte das Online-Formular (Anfragen über das Online-Formular sind voraussichtlich ab Sommer möglich.) des Kommunalen Integrationszentrums.
Dort werden Angaben zum Termin, zum Einsatzort sowie zum Gesprächsanlass abgefragt.
Nach Eingang der Anfrage wird diese zunächst auf Zulässigkeit und Umsetzbarkeit geprüft. Eine automatische Eingangsbestätigung erfolgt nicht. Falls Rückfragen bestehen, nimmt das Kommunale Integrationszentrum Kontakt mit Ihnen auf.
Kann eine ehrenamtliche Unterstützung vermittelt werden, erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail. Sollte eine Vermittlung zum gewünschten Termin nicht möglich sein, kann im gemeinsamen Austausch gegebenenfalls ein Alternativtermin abgestimmt werden.
Sie möchten sich im Projekt „Kompass“ engagieren und zugewanderte Menschen bei ausgewählten Terminen unterstützen? Dann freuen wir uns über Ihr Interesse.
Für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Projekt „Kompass“ gelten einige grundlegende Voraussetzungen. Interessierte sollten volljährig sein und über gute Deutschkenntnisse (mindestens Niveau B2) verfügen, damit die Gespräche zuverlässig begleitet und Information verständlich vermittelt werden können.
Vor der Aufnahme in das Ehrenamt findet ein persönliches Gespräch im Kommunalen Integrationszentrum statt. In diesem Rahmen erhalten Sie eine Bescheinigung zur kostenlosen Beantragung eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses. Sie reichen die Bescheinigung im Bürgeramt ein und das Führungszeugnis wird an das Kommunale Integrationszentrum übermittelt.
Bei dem persönlichen Termin werden außerdem die erforderlichen Unterlagen für das Ehrenamt gemeinsam besprochen und unterzeichnet. Dazu gehören der Ehrenamtsvertrag, eine Verschwiegenheitserklärung, die Verpflichtung zur Neutralität sowie eine Datenschutzerklärung.
Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, können Sie den Einstieg in das Ehrenamt wie folgt beginnen:
- Im ersten Schritt füllen Sie bitte das Online-Formular für Interessierte aus. Damit übermitteln Sie Ihre Kontaktdaten an das Kommunale Integrationszentrum und bekunden Ihr Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Projekt „Kompass“.
Nach Eingang Ihrer Anfrage erhalten Sie per E-Mail eine Einladung zur nächsten Grundlagenschulung.
Die Teilnahme an einer Grundlagenschulung ist Voraussetzung für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Projekt.
Erst nach erfolgreicher Teilnahme ist eine Aufnahme in den Ehrenamtspool möglich.
Nach der Schulung erfolgen die notwendigen formalen Schritte:
Unterzeichnung des Ehrenamtsvertrags,
Unterzeichnung einer Datenschutzerklärung,
Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserklärung,
Vorlage bzw. Beantragung eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses.
Erst nach Abschluss dieser Schritte kann eine ehrenamtliche Tätigkeit im Projekt „Kompass“ aufgenommen werden.
Im Projekt wird großen Wert auf eine verlässliche und qualitätsgesicherte Umsetzung gelegt. Neben der Grundlagenschulung finden regelmäßige Austauschtreffen statt. Bei Fragen oder Herausforderungen stehen feste Ansprechpersonen zur Verfügung.
Die geregelte Abfolge dient dem Schutz aller Beteiligten und gewährleistet eine professionelle Umsetzung des Ehrenamts.
Downloads
Weitere Infos zum Thema
- Flyer Projekt "Kompass" (PDF, 1.31 MB)
Kontakt
Frau Kremer
Stadthausstraße
3
59065
Hamm
E-Mail-Adresse