„Mit der international renommierten Auszeichnung werden Projekte prämiert, die durch Gestaltung Innovation vorantreiben, Verantwortung übernehmen und neue Perspektiven schaffen. Ausgerichtet vom German Design Council, steht der German Design Award für Designqualität mit Haltung – interdisziplinär gedacht, global vernetzt, strategisch relevant“, wird der Preis auf der Homepage beschrieben. Dass der Neubau der Erweiterungsgebäude der Arnold-Freymuth-Gesamtschule so viel Aufmerksamkeit erregt und eine solche Würdigung erhält, freut natürlich nicht nur die Architekten, sondern auch die Stadt Hamm als Bauherrin.
„Es war eine besondere Herausforderung auf dem kleinen Grundstück die historisch gewachsene Schule durch die Erweiterungsbauten zu einer vierzügigen Gesamtschule auszubauen“, betont Stadtbaurat Andreas Mentz. Dabei erreicht der Campus trotz oder vielleicht auch wegen der räumlichen Enge eine hohe Qualität und Nutzbarkeit, das formulierte schon die Jury des Preises Gutes Bauen 2026. Während des laufenden Schulbetriebs und zudem mitten in der Corona-Pandemie entstanden neben den Bestandsgebäuden mehrere Neubauten einschließlich einer Sporthalle um einen Campusplatz herum.
Ziel des Entwurfes von Schmidt Plöcker Architekten war es, die heterogene Struktur der Gebäude, Grundstücke und Freiflächen, die teilweise zusammenhanglos nebeneinander existierten, zu ordnen, zu ergänzen und ein gemeinsames Zentrum zu schaffen. Durch die Anordnung der neuen Baukörper wurde im Herzen des Schulgeländes ein Platz geschaffen, der zusammen mit dem Bestand räumlich gefasst wird und so die Gebäude zueinander in Beziehung setzt. Gleichzeitig stellt er den Endpunkt der drei Zugänge dar. Er dient als Verteiler und ist Herzstück und Treffpunkt der Schule. Von hier aus werden die einzelnen Schulhäuser erschlossen. Jedes Haus bildet für sich eine eigene „Lern-Welt“ mit spezifischem Charakter. Gemeinsam bilden sie ein Schul-Ensemble, die neue Arnold-Freymuth-Gesamtschule. Die Jury des German Design Award bestätigt: „Ein Campus, der mit seiner harmonischen Verbindung von historischem Bestand und modernem Neubau eine offene, lichtdurchflutete Lernwelt schafft: Die Arnold-Freymuth-Schule überzeugt mit stilsicherer Architektur, die pädagogische Konzepte und städtebauliche Sensibilität wirkungsvoll vereint. Besonders beeindruckend ist die konsequente Umsetzung während herausfordernder Rahmenbedingungen. Ein eindrucksvolles Beispiel für nachhaltige und charakterstarke Bildungsarchitektur auf höchstem Niveau.“