Wir und jetzt

Federspiel

Das traditionelle Rosengarten-Konzert des Festivals bestreitet in diesem Jahr am Freitag, 19. Juni, um 19:30 Uhr das siebenköpfige Blasensemble “Federspiel”.

Im Rahmen des KlassikSommer Musikpreises

Für die trockenen Weißweine aus der niederösterreichischen Wachau gibt es drei Stile: Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Sie zeigen an, ob der Wein leicht, mittelgewichtig oder kräftig ausgebaut ist. Federspiel gilt als nuancenreich und charakterstark – ein passender Namenspatron für das siebenköpfige Blasensemble, das sich 2004 in Krems an der Donau zusammenschloss. Entscheidende Impulse kamen von der prägenden Gestalt der österreichischen Volksmusik Rudi Pietsch, der das Ensemble von Beginn an begleitete.

Ohne Berührungsängste verbindet die Formation heimische Volksmusiktraditionen mit weltmusikalischen Elementen. Als Markenzeichen von „Federspiel“ gelten die Eigenkompositionen. Ende Januar hat das Ensemble mit „Wir & Jetzt“ ein neues Album veröffentlicht, dessen Stücke nun auch beim Westfälischen Musikfestival zu hören sind. Die CD beginnt mit einem entzückenden Muntermacher namens „Joy Dance“ und führt dann ins Kontemplative, ohne dabei die optimistische Spielfreude zu verlieren. Zu hören sind Titel wie „Wind & Earth“, „Kokon Imago“ und „Wir haben gefeiert, gelacht, getanzt und geweint“.

Klanglich bleibt „Federspiel“ seinem typischen Sound treu: gemischter Bläsersatz, der Volksmusik und Blasmusik mit Einflüssen aus anderen Genres verbindet. Die Formation zielt auf Virtuosität ohne Zirkus, ohne marktschreierischen Habitus. Und wie im Anfangsstück klingt auch im letzten Titel ein optimistischer Grundton an: „Auf uns!“