Flüchtlingsunterbringung

Stadt ist für den Ernstfall gerüstet

Nach der Ankündigung der Türkei, die Grenzen zur EU zu öffnen, versuchen tausende Migranten, nach Westeuropa zu kommen – das kann auch Auswirkungen in Hamm haben.

Zwar kann derzeit nicht seriös gesagt werden, ob es eine erneute Flüchtlingswelle wie 2015 gibt, dennoch sieht man sich bei der Stadt Hamm im Notfall gut gerüstet.

„Die Situation in den Flüchtlingslagern in Griechenland ist eine humanitäre Katastrophe. Niemand kann derzeit absehen, ob sich die Lage dort entspannt oder ob ähnlich wie 2015 deutlich mehr Flüchtlinge in unser Land kommen. Für uns als Verwaltung ist klar, dass wir uns auf alle Szenarien vorbereiten müssen – und das tun wir“, betont Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. So könne die Stadt kurzfristig 300 bis 500 Plätze in Wohnungen oder Übergangswohnheimen für die Unterbringung von Flüchtlingen bereitstellen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 139 Zuweisungen, in 2020 erst zwei. Zudem könne man auf die Erfahrungen aus der Hochzeit der Flüchtlingskrise 2015 zurückgreifen, als man hunderte Menschen quasi über Nacht untergebracht habe. „Wir haben vor fünf Jahren Strukturen geschaffen, von denen wir jetzt noch profitieren. Klar ist aber auch: Sollte der Fall eintreten, dass die Zuweisungen wieder stark ansteigen, dann dürfen Bund und Land uns Städte nicht im Regen stehen lassen. Wir können sehr viel leisten, aber sind zumindest auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Dennoch werden wir uns nicht wegducken und für eine humanitäre Versorgung der Menschen sorgen“, verdeutlicht Hunsteger-Petermann. Schließlich gehe es neben der Unterbringung vor allem um die Integration der bis heute rund 2.400 anerkannten Flüchtlinge. Um Themen wie Wohnen, soziale Teilhabe oder den Eintritt in den Arbeitsmarkt kümmern sich in Hamm die 20 Sozialarbeiter.

Flüchtlingsamt im Glunz-Dorf

© Thorsten Hübner

Statement des Oberbürgermeisters

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