„OBesichtigt“ digital

Die Landwirtschaft der Zukunft

Optische Sensoren, automatische Lenkung und Leistungsdaten aus der App wurden den Teilnehmern der digitalen „OBesichtigt“-Tour auf Hof Schürmann präsentiert.

Mehr als 70 Gäste begleiteten Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann auf seiner „OBesichtigt“-Tour im Rahmen der Digitalen Woche zum Hof Schürmann in Hamm-Herringen. Begrüßt wurden die Gäste des landwirtschaftlichen Betriebs von großen Maschinen: Mehrere Schlepper und Traktoren standen auf dem Hof verteilt – alle deutlich sichtbar ausgerüstet mit modernster Technik für verschiedene Einsatzzwecke. „Smart Farming“ und die digitalen Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft standen gut sichtbar im Fokus der „OBesichtigt“-Tour. „Landwirte stehen heute vor großen Herausforderungen: Immer strengere Grenzwerte für Dünger und Pflanzenschutzmittel, Preisdruck und Dokumentationspflichten machen ihnen die Arbeit nicht einfacher. Trotzdem hat Landwirtschaft eine Zukunft – auch dank den digitalen und technischen Möglichkeiten des ‚Smart Farming‘“, erklärte der Oberbürgermeister bei der Begrüßung auf dem Hof.

In Hamm produziert
Gastgeber und Hof-Inhaber Christof Schürmann erklärte seinen Besucherinnen und Besuchern, vor welchen Herausforderungen Landwirte stehen und wie digitale Technologien ihm bei seiner Arbeit eine Hilfe sind. „Der präzise und effiziente Einsatz von Dünger und Schutzmitteln spielt eine ganz wesentliche Rolle dabei, zum einen Umweltauflagen einzuhalten und gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten. Dabei leisten digitale Sensoren wichtige Arbeit“, betonte Christof Schürmann. Im Rahmen der „OBesichtigt“-Tour wurden verschiedene Technologien vorgestellt, die die Landwirte unterstützen – und die teilweise direkt in Hamm produziert werden: Die EXA Computing GmbH ist ein Hammer Startup, das Hard- und Software für Landwirte entwickelt und herstellt. Geschäftsführer Dietrich Kortenbruck stellte ihr Produkt „Exatrek“ vor: „Exatrek“ liefert mittels Software und entsprechender Ausrüstung der Maschinen eine automatisierte Dokumentation und Analyse der Maschinendaten, mit deren Hilfe Landwirte detaillierte Leistungs- und Verbrauchsdaten ihrer Maschinen erhalten und gleichzeitig über das Flottenmanagement einen Überblick über Standort, aktuelle Leistung und nächste Aufgaben ihres Fuhrparks erhalten.

2.000 Impulse pro Sekunde
An mehreren Stationen wurden weitere „smarte“ digitale Produkte präsentiert, die die Landwirtschaft der Zukunft prägen können: Dazu zählte ein optischer Sensor der Firma Claas, der mit bis zu 2.000 Lichtimpulsen pro Sekunde das Getreide auf dem Feld erfasst, den notwendigen Düngereinsatz berechnet und direkt über die Düngerspritzen passgenau verteilt – alles in Echtzeit auf dem Feld. Ein Lenk-System für Traktoren ermöglicht automatisierte Fahrzeugsteuerung, die ein Überlappen oder doppeltes Befahren von Feldspuren verhindert. Außerdem wurde ein „smartes“ Spritzensystem für Pflanzenschutzmittel vorgestellt, das das Ausbringen des Mittels auf dem Feld intelligent dosiert und verteilt. So ist die Ausbringung auf wenige Gramm pro Hektar Feld möglich und eine Belastung der angrenzenden Pflanzenwelt wird vermieden.

Zahlreiche Fragen der Tour-Teilnehmer an die Experten der verschiedenen Anbieter zeigten, dass die Digitalisierung für Landwirte und landwirtschaftlich interessierte Menschen ein Top-Thema ist. Beim anschließenden Würstchen vom Grill ergaben sich noch zahlreiche Gesprächsrunden, in denen über die Technologien und die weitere Entwicklung der Landwirtschaft gefachsimpelt wurde.

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