Der Beginn der dritten Strophe von Joseph von Eichendorffs berühmtem Gedicht „Mondnacht“ ist der passende Titelgeber dieser Konzertmatinee. Ein Werk der Spätromantik - um 1835 entstanden, 1837 erstmals veröffentlicht - und bis heute eines der wohl bekanntesten Gedichte dieser literarischen Epoche, das zudem auch das Lebensgefühl der Romantik treffend darstellt. Der Konzertchor des Städtischen Musikvereins lädt das Publikum zu einer spannenden musikalischen Reise in diese Zeit ein.
Für Johannes Brahms (1833 - 1897) hatte die Chormusik eine große Bedeutung, nicht zuletzt, weil sie im 19. Jh. eine konstituierende Säule bürgerlicher Identifikation und Repräsentation darstellte. Er komponierte zahlreiche Werke, für Chor und Orchester, Chor und Klavier/Streichinstrumente/Hörner und Chor a cappella. Volkslieder waren ein besonderes Steckenpferd von ihm, er recherchierte, forschte - und schuf echte künstlerische Kleinode. Darunter seine „Deutschen Volkslieder“, von denen einige zu hören sein werden.
Auch Felix Mendelssohn Bartholdy schuf eine Vielzahl geistlicher und weltlicher Chorwerke. Letztere wurden teilweise so populär, dass sie heute als echte Volkslieder gelten. Seine A-Cappella-Chöre “lm Freien zu singen” zeichnen Stimmungsbilder nach, die inhaltlich hauptsächlich dem Kontext Natur zugehören. Bei aller scheinbar schlichten Volkstümlichkeit sind sie vor allem vielschichtiger Ausdruck romantischen Lebensgefühls.
Ergänzt werden die Chorwerke durch Brahms Klarinettensonate f-Moll sowie Robert Schumanns „Fantasiestücke“ op. 73 für Klavier (Lothar R. Mayer) und Klarinette (Elmar Hönig). Zum Abschluss kommen Solisten und Chor in Schumanns „Zigeunerleben“ op. 29 Nr. 3 zusammen. Der Klarinettist Elmar Hönig, seit 1998 für die Hamburger Symphoniker im Einsatz, ist erstmals seit langer Zeit wieder in Hamm zu hören (1999 war sein letztes Gastspiel).
Kammerkonzert des Städt. Musikvereins am 11.10., nicht am 27.09.
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