Infomarkt zur Umgestaltung Werler Straße

An zwei Tagen im Juni (18. + 19. Juni) hat die Stadt Hamm den ersten Infomarkt zur Umgestaltung der Werler Straße durchgeführt. Insgesamt haben rund 160 Bürgerinnen und Bürger – insbesondere Anwohner der Werler Straße und umliegender Straßen – teilgenommen und sich bei drei verschiedenen Planungsvarianten zur zukünftigen Verkehrsführung eingebracht.

Die Stadt Hamm plant die Umgestaltung der Werler Straße auf einer Länge von rund 500 Metern zwischen Hohe Straße und Ahornallee. Die Planungen sehen sichere und barrierefreie Fuß- und Radwege, neue Bäume und mehr Grünflächen vor. Voraussichtlich Ende 2026 soll der Ausbauplan dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität zum Beschluss vorgelegt werden. Anschließend erfolgen Ausführungsplanung und Ausschreibung der Baumaßnahme, die mit dem Kanalbau beginnt und in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen könnte.
 

Viel Positives, aber auch kritische Stimmen

Zustimmung gab es von den Teilnehmenden vor allem für das neue Veranstaltungsformat, die Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur, die geplante Barrierefreiheit (niedrige Bordschwellen und breite Gehwege) oder die verstärkte Begrünung mit Bäumen und Beeten. Auch die Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer wird befürwortet. Viele Teilnehmende betonten, dass ein guter Radweg in der Werler Straße wichtig sei – gerade auch mit Blick auf Kinder sowie Seniorinnen und Senioren. Bei der Diskussion der drei Planungsvarianten zeigte sich eine klare Ablehnung von Variante A (Fahrradschutzstreifen) und eine Präferenz für die Varianten B (baulicher Radweg) und C (Radfahrstreifen). Variante B und C schneiden bei den Rückmeldungen gleich ab: Rund die Hälfte der Teilnehmenden befürworten einen baulichen Radweg, die andere Hälfte einen Radfahrtstreifen.
 

Sorge um Parkplätze

Unter die vielen positiven Rückmeldungen für die Planungen mischten sich in Bezug auf den Wegfall von rund der Hälfte der vorhandenen Parkplätze auch Kritik. Viele Anwohnerinnen und Anwohner beschrieben den Parkdruck als immens und sehen die Stadt in der Pflicht, ausreichend  Ersatzparkplätze zu schaffen. Beim Thema Parken wurden die verschiedenen Bedarfe der unterschiedlichen Nutzergruppen deutlich: Während Anwohnende gerne teilweise Kurzzeit- in Langzeitparkplätze umwandeln würden (z.B. an der Liebfrauenkirche), sprechen sich Gewerbetreibende für mehr Kurzzeit-Parkplätze für ihre Kundinnen und Kunden aus. Allerdings gab es auch einige Bürgerinnen und Bürger, die sich explizit dafür aussprachen, dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen – auch, wenn dann Parkplätze entfallen würden. Im Rahmen des Infomarktes wurden daher verschiedene Alternativen diskutiert.
 

Die nächsten Schritte

Auf Grundlage der Rückmeldungen aus dem Infomarkt arbeitet die Stadtverwaltung an der Weiterentwicklung der Planungsvarianten. Dabei werden insbesondere folgende Punkte in den Blick genommen: Entwicklung eines Parkraumkonzeptes, das die Bedarfe von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Besucher*innen berücksichtigt, sowie die Prüfung von Ersatzparkplätzen im Umfeld der Werler Straße. Am Dienstag, 8. September, von 17 bis 19 Uhr die Stadt zu einer weiteren Infoveranstaltung in die Aula des Beisenkamp-Gymnasiums ein. Dort wird die überarbeite finale Planungsvariante vorgestellt und es besteht erneut die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
 

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Fon: 02381 17-4620
Fax: 02381 17-104620
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Sachgebiet Straßenplanung

Frau Kiene

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