Seit Ende Mai fahren die Busse des Öffentlichen Nahverkehrs in Hamm den umfassend modernisierten Knotenpunkt am Westentor wieder an. Die offizielle Eröffnung übernahmen Oberbürgermeister Marc Herter, Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhard Bartsch und Stadtbaurat Andreas Mentz im Rahmen einer kleinen öffentlichen Einweihungsfeier mit der Band „kabellos“, einem Eiswagen und Filmbeitrag. „Heute wird die Mobilitätswende im Herzen der Stadt Wirklichkeit“, erklärte Oberbürgermeister Herter bei der Einweihung. „Der Umbau des Westentors zeigt, wie man Klimaschutz nicht durch Verbote, sondern mit mehr Komfort und Mobilität hinbekommt.“
Zuletzt sind im Zuge der letzten Arbeiten die Farbmarkierungen auf die Asphaltflächen aufgebracht, die Beleuchtung und Elektrotechnik angeschlossen und Windschutzelemente installiert worden. „Das neue Westentor ist optisch ein Hingucker und wird seiner Funktion als wichtiger Verkehrsknoten in der Innenstadt mehr als gerecht", betonte Stadtbaurat Andreas Mentz.
Innovatives Farb- und Lichtkonzept
Seit September 2024 ist das Westentor – nach dem Hauptbahnhof Hamms zweitwichtigster Knotenpunkt für den Busverkehr – umfassend umgebaut und modernisiert worden. In diesem Zuge sind die Infrastruktur für Wasser, Strom, Erdgas und Straßenbeleuchtung erneuert sowie den Anliegern der Zugang zum städtischen Fernwärmenetz ermöglicht worden. Am „Tor“ zur Weststraße und zum Martin-Luther-Viertel ist außerdem mit einem innovativen Farb- und Lichtkonzept und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer die Aufenthaltsqualität deutlich aufgewertet worden.
Zehn Meter hohe Bäume
Als Schattenspender, zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität sind zudem acht rund zehn Meter hohe Säulenplatanen am Westentor gepflanzt worden: Mitte März wurden sie mithilfe eines Krans in ihren Baumscheiben, die unterirdisch miteinander verbunden sind, platziert.
Mehr als 80 Prozent Förderung
Die Kosten für den umfangreichen Umbau inklusive der Leitungsarbeiten liegen bei rund 4,3 Millionen Euro, wovon mit rund 3,5 Millionen Euro aus Mitteln der Förderung des ÖPNV sowie aus Mitteln der Städtebauförderung mehr als 80 Prozent dieser Investition in die Zukunft durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), das Land NRW und die Bundesrepublik Deutschland übernommen wurden.