Rund 200 Bürgerinnen und Bürger kamen im Gustav-Lübcke-Museum zusammen, um Sabine Zech die letzte Ehre zu erweisen. Oberbürgermeister Marc Herter und Landesminister a. D. Dr. Christoph Zöpel, langjähriger Freund und politischer Weggefährte von Sabine Zech, erinnerten an die Politikerin, die die Entwicklung der Stadt Hamm maßgeblich mitgestaltet und sich auch nach ihrer politischen Laufbahn für ihre Heimatstadt eingesetzt hat.
„Sabine Zech hinterlässt den Menschen in Hamm ein bedeutendes Erbe. Sie war eine leidenschaftliche Politikerin mit Rückgrat, die für ihre Überzeugungen kämpfte und maßgebliche Entscheidungen für die weitere Entwicklung der Stadt Hamm getroffen hat: mit der Eröffnung des Allee-Centers 1992, der Einrichtung der städtischen Gleichstellungsstelle oder auch dem Erhalt der Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, bei dem sie sich gegen ihre Fraktion, aber für ihre Überzeugung stellte. Sie hat sich mit ihrer ganzen Tatkraft für Gerechtigkeit, Bildung und vor allem die Kinder und Jugendlichen in Hamm eingesetzt“, blickte Oberbürgermeister Marc Herter auf das Schaffen seiner Vorgängerin zurück.
Sabine Zech war eine Persönlichkeit, die Brücken baute und Verbindungen schuf. Sie begründete als Oberbürgermeisterin die Städtepartnerschaften mit Oranienburg und Kalisz und setzte sich auch für die Partnerschaft mit Bradford ein – nicht zuletzt aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung der Brandkatastrophe in Bradford 1984, die ihre Verbindung zu den Menschen in Bradford geprägt hat.
Die Veranstaltung wurde umrahmt von musikalischen Beiträgen der Städtischen Musikschule Hamm – ein Abschiedsgruß an Sabine Zech, die selbst viele Jahre mit der Viola an der Musikschule aktiv war.
Zur Person Sabine Zech
- Geboren 1940 in Berlin
- 1959 -1964 Studium in Berlin und Tübingen
- 1965-1969 Referendariat beim Land Nordrhein-Westfalen
- ab 1970 Tätigkeit in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
- 1975 bis 2005 Professorin an der Fachhochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen, Nordkirchen
- 1969-1994 Mitglied des Rates der Stadt Hamm für die SPD
- 1984 bis 1994 Oberbürgermeisterin der Stadt Hamm
- 1987 bis 1994 Landesvorsitzende der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik
- ab 1995 Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen Nordrhein-Westfalen (ASJ), ab 2002 als stellvertretende Landesvorsitzende