Oberbürgermeister Marc Herter und sein Amtskollege Camillo Garzen aus der Gemeinde Welver machten sich am Montag gemeinsam mit den Vertretern der Stadtwerke Hamm, Carsten Schürmann und Michael Greger, Stadtbaurat Andreas Mentz und Sascha Grollmann von der bauausführenden Firma Heitkamp ein Bild von den angelaufenen Arbeiten. Sie ließen sich von den Straßen.NRW-Projektleitern Raimund Köster und Guido de Roos den Bauablauf erläutern. Im Anschluss folgte eine Informationsveranstaltung für Unternehmer aus dem Industrie- und Gewerbegebiet Uentrop. Hieran nahm auch Tobias Nillies, Bürgermeister der Gemeinde Lippetal, teil.
Herter: Enge Kooperation so „nicht selbstverständlich“
In den zurückliegenden Wochen fanden bereits umfangreiche Vorarbeiten statt, um den Bauablauf so effizient wie möglich zu gestalten. So wurden Rodungsarbeiten durchgeführt, Leitungen umgelegt und auf der nord-östlichen Seite ein Zaun versetzt. Ist die Anschlussstelle in rund einem Jahr fertig, kann die L667 (Zollstraße) gesperrt und die Brücken abgebrochen und neu gebaut werden.
Herter bedankte sich bei Straßen.NRW für das umfassende Engagement: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man im Vorfeld so eng und kooperativ zusammenarbeitet. Jetzt kommt es darauf an, dass die temporäre Anschlussstelle möglichst schnell fertig wird, um unmittelbar an der Zollstraße weitermachen zu können.“
Auch beim Ersatzneubau der Lippebrücken geht es voran: Als nächster Schritt wird die Ausführungsplanung für die beiden neuen Brücken erstellt. Ab Herbst starten die Gehölzarbeiten, die für das Baufeld laufen bereits.
Außergewöhnliche Lösung, um Verkehrschaos zu verhindern
Die bestehenden Brücken im Bereich der Zollstraße sind aufgrund ihres Zustandes in einem engmaschigen Überwachungs-Monitoring eingebunden, um weitere Verkehrsbeschränkungen möglichst auszuschließen. Die L667 hat vor allem für den Wirtschaftsverkehr in Hamm eine wichtige Funktion. Eine Vollsperrung der Zollstraße hätte eine erhebliche Auswirkung auf das Verkehrsnetz in Hamm und auf die A2.
Mit der temporären Anschlussstelle gelingt es Straßen.NRW, eine leistungsfähige Verkehrsführung für die Bauzeit der neuen Brücken zu schaffen. „Wir wollten nicht warten, handeln jetzt und schaffen die Voraussetzungen dafür die Brücken, möglichst schnell und sicher bauen zu können“, erklärte Köster.
Die Lösung einer Verkehrsführung mit dem Bau einer zusätzlichen temporären Anschlussstelle ist in dieser Form außergewöhnlich. Sie konnte nur durch eine enge Zusammenarbeit von Straßen.NRW, der Stadt Hamm gemeinsam mit der Autobahn GmbH, den Versorgungsunternehmen und weiteren beteiligten Behörden unter hohem Zeitdruck sichergestellt werden.