Wasserwirtschaft und Artenvielfalt verbinden
Zwischen 9:00 und 15:30 Uhr erhielten die Schülerinnen und Schüler an mehreren Stationen Einblicke in die Wasserwirtschaft und was Klimafolgenanpassung konkret bedeutet. Der Auftakt fand am Pumpwerk an der Münsterstraße statt. Die Jugendlichen erkundeten in Kleingruppen das Pumpwerk und lernten dabei technische Abläufe sowie den Einsatz von Spezialfahrzeugen wie Spül- und Kamerawagen kennen. „Der Lippeverband betreibt in Hamm ein knapp 800 Kilometer umfassendes öffentliches Kanalnetz sowie etwa 200 Sonderbauwerke – darunter rund 100 Pumpwerke und 85 Anlagen zur Regenwasserbehandlung und -rückhaltung. Hinzu kommt die Reinigung von rund 30.000 Straßeneinläufen. Es ist toll, wenn wir durch solche Projekttage neue Kolleginnen und Kollegen für diesen wichtigen Bereich gewinnen können“, so Kai Gantenbrinker, Leiter der Stadtentwässerung Hamm des Lippeverbandes.
Ein weiterer Programmpunkt führte die Teilnehmenden in das Projektgebiet des Erlebensraums Lippeaue. Dort standen die Umgestaltung des Flusses sowie moderne Hochwasserschutzmaßnahmen im Fokus. Jessica Dieckmann aus dem Umweltamt vermittelte anschaulich die ökologischen und technischen Hintergründe der Maßnahmen und erklärte, was der Biber und die Kläranlage mit der naturnahen Umgestaltung zu tun haben.
Starkregenvorsorge und Hitzeprävention gehören zusammen
Am Nachmittag ging es im Stadtteilzentrum Hamm Norden weiter. Neben einem kurzen fachlichen Input erkundeten die Schüler:innen konkrete Maßnahmen vor Ort, führten Temperaturmessungen mit der Wärmebildkamera durch und verglichen versiegelte mit begrünten Flächen. Das Brettspiel „Schwamm drunter“ der Zukunftsinitative Klima.Werk unterstützte bei Wissenstransfer und -vertiefung.
Bereits im Unterricht hatten die Schülerinnen und Schüler Maßnahmen vorbereitet, die für den Umbau zur Schwammstadt notwendig sind. So stellten sie ihren Klassenkameradinnen und -kameraden unter anderem Fassaden- und Dachbegrünung sowie weitere Möglichkeiten der Starkregenvorsorge vor. Auch berufliche Perspektiven im Bereich Umwelt und Wasserwirtschaft wurden thematisiert.
Klimaanpassungsmanagerin Wilma Großmaas fasst zusammen: „Der Projekttag zeigt beispielhaft, wie schulische Bildung, kommunale Praxis und fachliche Expertise erfolgreich zusammenwirken können. Die gelungene Vorbereitung zwischen Schule, Stadt und Lippeverband macht deutlich, wie wichtig Zusammenarbeit ist, um junge Menschen für Umwelt- und Klimathemen zu sensibilisieren und gleichzeitig berufliche Perspektiven aufzuzeigen.“
Fördermittel für alle in Hamm
Doch nicht nur Schüler:innen profitieren in Hamm von der Schwammstadt. Auf dem gesamten Stadtgebiet gibt es für Bürger:innen und Unternehmen Fördermöglichkeiten über das Programm„Emscher Lippe Klimaanpassung“ undKRiS im Hammer Norden. Unter anderem dank des Beitritts der Stadt Hamm zurZukunftsinitiative Klima.Werk im Sommer 2025 sind diese Förderungen möglich geworden.