Eine gefährdete Landschaft

In den letzten Jahrhunderten hat der Mensch die Lippe und ihre Aue intensiv genutzt, beispielsweise als Transportweg und Siedlungsraum, zur Energiegewinnung oder als Anbaufläche für Nahrungsmittel. Dazu wurde der Fluss begradigt, seine Ufer mit Steinen befestigt, Stauanlagen, Deiche und Entwässerungsgräben angelegt. Durch diese massiven Veränderungen wurde das Ökosystem Lippeaue empfindlich gestört. Viele wertvolle Lebensräume und damit auch die hier lebenden Tier- und Pflanzenarten verschwanden. Zudem ist die Aue heute als Aufenthaltsbereich für Bürgerinnen und Bürger wenig attraktiv.
 

Projektziele und -maßnahmen

Die Lippeaue bietet auch heute noch seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat – allerdings ist diese optimierbar! Ziel des Projektes „Erlebensraum Lippeaue“  ist daher nicht nur den Erhalt der noch vorhandenen auentypischen Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten, sondern auch deren Entwicklung entscheidend zu fördern.

Daher sollen durch gezielte wasserbauliche und naturschutzfachliche Maßnahmen der natürliche Charakter der Lippe und ihrer Aue wieder hergestellt werden. Die Maßnahmen dienen nicht nur der gesetzlich vorgegebenen ökologischen Verbesserung der Lippe. Durch die gezielte Entwicklung von Auenflächen in Freiräumen entstehen Flächen, in die Hochwasser kontrolliert abfließen kann. So könnten langfristig Hochwasserspitzen in regelmäßig betroffenen Bereichen abgemildert werden.

Zudem wird behutsam der Freizeit- und Erholungswert in der Aue gesteigert.  Neue Fuß- und Radwegeverbindungen führen durch die Aue. Lehrpfade und Aussichtspunkte machen die Natur "erlebbar".

Um diese Ziele zu erreichen sind folgende Maßnahmen von entscheidender Bedeutung:

  • der naturnahe Umbau der Lippe (z.B. Rückbau der Uferbefestigung und Verwallungen, Rücknahme von Begradigungen, Anlage von Flutmulden, etc.)
  • mehr natürliche Auendynamik durch häufigere Überflutung zulassen
  • Neuanlage von Kleingewässern wie, Flachwassermulden (Blänken) und Stillgewässer
  • Entwicklung von Auwald
  • Wiedervernässung von Wiesen und Weiden
  • extensive, naturschonende Landwirtschaft
  • behutsames Naturerlebnis fördern und zugleich Verringerung von Störungen im Gebiet durch gezielte Besucherlenkung

Verwirklicht werden diese Ziele durch verschiedene Maßnahmen

Kontakt

Umweltamt

Frau Bielefeld

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59065 Hamm
Fon: 02381 17-7137
Fax: 02381 17-2931
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Lippeverband

Dirk Klingenberg

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen
Fon: 0201 104-2547
Fax: 0201 104-2661
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