22.03.2019

Krise rund um die Geburt

Die Geburt eines Kindes ist ein einschneidendes Erlebnis im Leben einer Frau. Die Voraussetzungen sind jedoch leider nicht immer ideal, um diese Zeit der Veränderungen und die neue Verantwortung für ein Kind voll und ganz als Glück und Bereicherung zu erleben. Die Anfälligkeit für psychische Krisen während der Schwangerschaft und nach der Geburt ist hoch.

Ca. jede siebte Mutter ist rund um die Geburt psychisch beeinträchtigt oder erkrankt.

Leider ist das Krankheitsbild noch zu wenig bekannt. Häufig ziehen die Frauen sich zurück, versuchen ihren Zustand zu verbergen und trotz tiefster Verzweiflung die Fassade der glücklichen und perfekten Mutter zu bewahren. Aus dieser Unkenntnis heraus werden viele gar nicht oder erst viel zu spät behandelt, dabei sind die Behandlungsaussichten ausgesprochen gut. Die Ursachen für diese peripartalen Reaktionsformen sind individuell verschieden, da biologische, psychische, soziale und gesellschaftliche Faktoren in unterschiedlicher Gewichtung ineinander fließen.

Das Netzwerk Frühe Hilfen Hamm hat es sich zum Ziel gesetzt Eltern, Fachkräfte und Laien über Krisen rund um die Geburt zu informieren, das Thema aus der Tabuzone zu holen und durch die Vernetzung unterschiedlicher Professionen die Behandlungsmöglichkeiten in der Stadt zu optimieren.

Das Netzwerk hat einen Handlungsleitfaden bei peripartalen psychischen Beeinträchtigungen entwickelt, der Fachkräften die Möglichkeit bietet schnell und gezielt Hilfe für Mütter, Kinder und Familien zu organisieren.

Weitere Informationen und Diagnostikinstrumente stehen im Download zur Verfügung.

Die Selbsthilfeorganisation "Schatten und Licht" bietet auf ihrer Internetseite weitere Informationen www.schatten-und-licht.de .