12.04.2016

Offene Gartenpforte Hamm und Umgebung

Der Blick über den Gartenzaun

Was verbirgt sich hinter dieser Aktion?

Die „Offene Gartenpforte“ ist die Idee und Initiative, Privatgärten für die interessierte Öffentlichkeit zu öffnen und die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der privaten Gartenkultur erlebbar zu machen. Gartenbesitzerinnen und –besitzer öffnen zu einem bestimmten oder mehreren Terminen die Pforte in ihren Garten und ermöglichen so anderen Gartenliebhabern einen Einblick in ihr privates Garten-Kleinod. Es ergibt sich dabei die Gelegenheit, mit anderen Gartenfreunden ins Gespräch zu kommen und zu fachsimpeln, Erfahrungen auszutauschen und sich Anregungen zu holen. Jeder der möchte, kann mitmachen und seinen Garten präsentieren!
Durch die private Initiative von Herrn Hubertus Albersmeier und seiner Frau Cornelia hatten sich in Hamm und Umgebung bereits Gartenfreundinnen und -freunde zusammengefunden, die ihre Gärten für interessierte Besucher öffnen.

Im Rahmen von „Hamm blüht auf“ konnte die Stadtverwaltung diese Gruppe gewinnen und konnte noch weitere Gartenbesitzerinnen und –besitzer akquirieren. Somit wurde die „Offene Gartenpforte Hamm und Umgebung“ ins Leben gerufen.
Viele Bürgerinnen und Bürger haben einen grünen Daumen und widmen sich mit Begeisterung und Können ihrem eigenen Fleckchen Erde. Hinter Mauern, Zäunen und Hecken von Privatgrundstücken verbergen sich oftmals wahre Paradiese. Hier gibt es eine Menge zu entdecken: so facettenreich wie die Menschen selbst, sind auch ihre Gärten.

Zur Geschichte
Die Idee, Privatgärten für die interessierte Öffentlichkeit zu öffnen, stammt ursprünglich aus England und hatte dort einen karitativen Hintergrund. 1927 benötigte das Queen's Nursing Institute dringend Geld, um weiterhin Krankenschwestern in Armutsviertel schicken zu können. Für die Aufbesserung der Kasse entstand die Idee, schön gestaltete Privatgärten an bestimmten Tagen für Besucher gegen ein geringes Entgelt – damals einen Schilling – zu öffnen. Die Eintrittsgelder wurden dann für die Arbeit der Krankenschwestern gespendet.

Die Aktion erfreute sich großer Beliebtheit und verbreitete sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten in der ganzen Welt – allerdings meist ohne sozialen Hintergrund.

Auch in Deutschland wurde die Idee, Privatgärten zu öffnen aufgenommen. Die „Offene Pforte“ der Stadt Hannover hat für Deutschland hier die Vorreiterrolle und ist manch einem vielleicht ein Begriff. Im Kleinen vor 20 Jahren mit 20 Gärten begonnen, stellen hier mittlerweile rund 160 Gärten ein sehr vielseitiges Programm! Dieses kontinuierliche Wachstum zeugt von der Beliebtheit der Aktion bei Besuchern und Veranstaltern.

Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Hamm blüht auf“ startete im Mai 2009 ganz offiziell die „Offene Gartenpforte Hamm und Umgebung“.

Und was macht diese Idee so erfolgreich?
Das Betreten eines sonst nicht zugänglichen Terrains hat einen besonderen Reiz. So spielt der Faktor Neugier auch bei der „Offenen Pforte“ eine große Rolle.

Zum anderen lebt die Aktion auch von der Vielseitigkeit: Die Dimensionen und Themen der Gärten mit «offener Pforte» sind höchst unterschiedlich. Vom besonders liebevoll gestalteten Mietergarten über Kleingartenanlagen – und parzellen bis hin zu parkähnlichen Anlagen ist alles mit dabei. Mit ihren ganz unterschiedlichen Größen, Gestaltungen und Pflanzen sind die Gärten wunderbare Rückzugs- und Inspirationsorte, die zum Verweilen und Träumen einladen. Das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Elemente und Aspekte macht die „Offene Pforte“ zum großen Erfolg. Grün ist eben nicht gleich Grün – das möchte die Aktion „Offene Gartenpforte Hamm und Umgebung“ zeigen.

Die kontinuierlich steigenden Besucherzahlen zeigen die Beliebtheit der Aktion: pro Veranstaltungszeitraum finden sich auf die teilnehmenden Gärten verteilt teilweise bis zu 2.500 Besucher in den Privatgärten ein - ein toller Erfolg!

Betonen möchten wir an dieser Stelle, dass die Aktion maßgeblich vom ehrenamtlichen Engagement und der Offenheit der privaten Gartenbesitzerinnen und –besitzer lebt und daher auch erst möglich ist! Daher an dieser Stelle ein herzlicher Dank an all diejenigen, die sich mit viel Engagement und Begeisterung am Projekt beteiligen!