Bis heute sind die Beduinen integraler Bestandteil der jordanischen Gesellschaft von denen ein Großteil der Bevölkerung abstammt. Ihre Hauptsiedlungsgebiete sind die Wüste Wadi Rum, das Gebiet um Petra und das Dana-Tal im Süden des Landes. Trotz zunehmender Sesshaftigkeit pflegen sie ihre nomadischen Traditionen, ihre Kultur und Gastfreundschaft. 2008 wurde ihr Kulturraum in Petra und Wadi Rum als immaterielles Kulturerbe der Menschheit von der UNESCO anerkannt.
Komponist, Sänger und Multi-Instrumentalist Ahmad Selawy ist in den Musiktraditionen der Levante verwurzelt. Aufgewachsen in der nordjordanischen Stadt Irbid, war er von Kindheit an von traditioneller Musik und den Klängen der dörflichen Volksmusik umgeben. Sein Vater, ein Volksmusiker und -sänger, prägte seine frühe Beziehung zur Musik. Obwohl tief mit den Volksmusik-Traditionen verbunden, wurde seine kreative Fantasie durch einen unerwarteten Einfluss erweitert: die rockigen Soundtracks von Zeichentrickserien. Diese kraftvollen Rhythmen entfachten seine Neugier und veranlassten ihn schon als Kind, vertraute Volksmelodien instinktiv modern zu interpretieren. Da ihm nur wenige Instrumente zur Verfügung standen, experimentierte er mit Haushaltsgegenständen, verwandelte Alltagsgegenstände in Perkussionsinstrumente und legte so den Grundstein für seine musikalische Sprache. Er verbindet Authentizität mit Innovation und schlägt mit seiner Musik eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Experiment.
Im Oud- und Saz-Meister Mohammad Al-Qattanani „Hamboz“ hat er einen kongenialen musikalischen Weggefährten gefunden. Der Komponist und kreative Musiker hat sich mit hervorragender Spieltechnik seit 2012 auf Saz und Oud spezialisiert. Auch er ist bekannt für die Verbindung von Tradition und Innovation, definiert die Rolle seiner Instrumente jenseits ihrer östlichen Wurzeln neu, indem er der Improvisation einen wichtigen Platz gibt. Seine Eigenkompositionen und Interpretationen des klassischen Repertoires haben emotionale Tiefe.
Gemeinsam erzählen die beiden Musiker die Geschichte der Levante mit kraftvollen, unverwechselbaren und aktuellen Klängen und Instrumenten.
Der Eintritt ist wie immer frei, das Büro für Kultur & Tourismus freut sich aber über eine Spende zugunsten des Fördervereins Stadttheater Hamm e. V., der den Klangkosmos unterstützt.