15.05.2015

Schloss Heessen

Die erste Burg Heessen wurde von der Familie von Volmerstein in den 1360er-Jahren gebaut. Noch heute stehen die Grundmauern von Schloss Heessen auf den damals gesetzten massiven Eichenpfählen.

Das Anwesen wurde oft umgebaut, erst von 1905 bis 1908 stellte der Münsteraner Architekt Alfred Hensen im Auftrag des Besitzers Dietrich von Boeselager die ursprüngliche Formen aus dem 15. Jahrhundert wieder her. Ergänzt wurde das Schloss durch einen Turmbau, dessen Stufengiebel 30 Meter hoch sind.

Das aus Backstein mit Rautenmustern bestehende Torhaus hat einen quadratischen Eckturm und eine sogenannte Welsche Haube. Das ist ein mehrstufiges Turmdach, das über einer unteren breiteren Haube mit Laterne eine zweite kleinere Haube folgen lässt. Im Park steht ein achteckiges Gartenhaus mit Mansarddach und illusionistischer Deckenmalerei, das aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Heute ist hier „Landschulheim Schloss Heessen“ beheimatet. Besuche sind daher nur nach Absprache möglich. Oder bei einer Führung, die die Arbeitsgemeinschaft Schlossgeschichte des Landschulheims anbietet.