Bestandsanalyse

Wer bei Bus und Bahn etwas verbessern möchte, muss zunächst Stärken und Schwächen des heutigen Angebots kennen. Als Grundlage hierfür wurden daher zunächst die heutigen Fahrpläne und Linienwege einer kritischen Prüfung unterzogen. 

Auch ein Vergleich mit den Nachbarstädten und –kreisen ergab wichtige Aufschlüsse über die Qualität des Hammer Nahverkehrs.

Die umfangreiche Bestandsanalyse brachte folgende Ergebnisse, die bei der Planung der konkreten Maßnahmen des NVP berücksichtigt wurden:

  • Im regionalen Vergleich verfügt die Stadt Hamm über ein angemessenes Leistungsangebot.
  • Die Hauptaufgabe des Hammer ÖPNV besteht in der Anbindung aller Ortsteile an die Innenstadt. Diese Funktion muss, u.a. durch Fahrplan- und Tarifmaßnahmen, weiter gestärkt werden.
  • Möglichst viele Linien sollen zur Verbesserung der Angebotsqualität und der Wirtschaftlichkeit zu stadtteilverbindenden Durchmesserlinien verknüpft werden.
  • Mit Qualitätsvorgaben für Fahrzeuge, Service und Personal und ein entsprechendes Controlling soll die Qualität im ÖPNV verbessert werden. 
  • Der wachsende Freizeitverkehr muss bei der Angebotsplanung stärker berücksichtigt werden.
  • Umwegige Linienverläufe müssen zu Gunsten von mehr Transparenz und höheren Reisegeschwindigkeiten gestrafft werden.
  • Bestehende Kapazitätsengpässe, insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr, müssen abgebaut werden.
  • Im Interesse der Wirtschaftlichkeit muss das Fahrplanangebot in Teilbereichen der tatsächlichen Nachfrage angepasst werden.
  • Der in Hamm stark im Aufwärtstrend befindliche Schienennahverkehr muss konsequent gefördert werden. Hierzu zählen die Modernisierung vorhandener und der Bau neuer Haltepunkte ebenso der Streckenausbau und die bessere Verknüpfung Bus/Schiene

Im Jahr 2017 erfolgte im Rahmen einer Fahrgastzählung die letzte umfassende Bestandsaufnahme der Fahrgastnachfrage im Busverkehr. Wichtige Ergebnisse waren:

Im Vergleich zur letzten Vollerhebung in 2008 ist werktags ein moderater Rückgang der Fahrgastzahl von täglich rd. 40.000 auf 38.000 festzustellen (-5 %). Hauptursache sind die Schülerzahlen, die im gleichen Zeitraum um 12 % gesunken sind. Der Schülerverkehr hat in Hamm mit 35 % einen für eine Großstadt hohen Anteil am Fahrgastaufkommen. Die anderen Fahrgäste verteilen sich u.a. auf den Berufsverkehr (20 %), den Freizeitverkehr (16 %) sowie den Einkaufs- und Besorgungsverkehr (12 %).

Kontakt

Stadtplanungsamt

Herr Wiedemeier

Gustav-Heinemann-Straße 10
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