28.12.2016

Klimaschutzmaßnahmen in Hamm

Hier finden Sie eine Auswahl von Projekten der Stadtverwaltung Hamm und den Töchterunternehmen, die - jeweils im Spiegel der Zeit – vorbildliche Klimaschutzprojekte mit Signalwirkung für weitere zahlreiche Folgevorhaben erfüllen bzw. erfüllten:

Bereits im Jahre 1993 ist die Stadt dem Klima-Bündnis beigetreten. Im Rahmen des Mo-dellprojektes des Landes NRW „Ökologische Stadt der Zukunft“ (10 Jahre) wurden grund-legende ökologische Grundlagen in die Planungspraxis integriert, die durch den Prozess zur LA 21 noch vertieft wurden. 1998/99 wurde Hamm von der Deutschen Umwelthilfe als „Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz“ ausgezeichnet.
Die Stadtverwaltung definiert sich zusammen mit ihren Tochterunternehmen als Konzern Stadt Hamm. Hierdurch wird gemeinschaftliches Handeln in den Vordergrund gestellt und die Nutzung von Erfahrungen und Synergismen zwischen den Teilbereichen verstärkt ermöglicht.
Zur Stärkung des Klimaschutzes in Hamm hat die Verwaltung im Jahre 2008 ein umfassendes, breit angelegtes Handlungskonzept zum Klimaschutz aus 50 Einzelpunkten erarbeitet, das die Reichweite des Klimaschutzes in Hamm aufzeigt und gleichzeitig den Rahmen für die weitere, kli-mafreundliche und nachhaltige Entwicklung des Konzerns absteckt. Es stellt einen konzernseitig sowie auch politisch abgestimmten Rahmen dar, der durch weitere Planungen und Maßnahmen jedoch flexibel angepasst und erweitert werden kann, sofern aktuelle globale, nationale, überregionale oder regionale Entwicklungen dieses erfordern oder als sinnvoll erscheinen lassen. Es wurde durch den Rat im September 2008 beschlossen. Ressourceneffizienz, Energieeinsparung und zukunftsfähiger Einsatz von klimafreundlichen Energieträgern stellen neben der Klimaanpassung wichtige Leitmarken auf dem definierten Weg dar.
Mit der Einrichtung eines Klimastabs unter Vorsitz des Oberbürgermeisters bzw. seines Vertreters (Umweltdezernent) und der Einrichtung einer zugehörigen Geschäftsstelle beim Umweltamt wurden organisatorische Voraussetzungen geschaffen, die die Umsetzung der formulierten Klima- und Umweltschutzziele gewährleisten. Ein Finanzbudget zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wurde zugewiesen und ergänzt das Budget der einzelnen Fachbereiche. Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit soll die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand auf Firmen und Privatpersonen im Sinne der „Bürgerkommune“ wahr genommen werden. Im Klimastab sind neben zahlreichen Fachbereichen mehrere Tochterunternehmen ver-treten, daneben beratend auch das Ökozentrum NRW, B.A.U.M. Consult und die SRH Hochschule, die ihre Erfahrungen gezielt einbringen können.

Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK)
Mit Hilfe der Bundesförderung (Nationale Klimainitiative) und Hilfe externer Gutachter konnte für die Stadt Hamm ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt werden, das im Jahre 2015 vom Rat der Stadt zur Umsetzung beschlossen wurde.

Modellprojekt „Ökologische Stadt der Zukunft
(Einstiegsphase im Rahmen der Lokalen Agenda 21).
In den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden - zumeist angebunden an das Modellprojekt „Ökologische Stadt der Zukunft“ neben anderen Umweltthemenfeldern - auch erste Schritte im Klimaschutz unternommen (z. B. Beitritt zum Klimabündnis 1993, Lokale Agenda 21, Solartankstelle am Ökozentrum, Konzentrationszonen zur Windenergienutzung, Energiewirtschaftskonzept, Contracting, Errichtung von zwei BHKW, usw.). In weit über 150 Fällen wurden dauerhafte Umwelterziehungs-, Begrünungs-  und Energiesparmaßnahmen in Form konkreter Bürgerprojekte realisiert, in die unterschiedlichste Gruppen und Organisationen eingebunden waren. An dem größten Energieeinsparungsprojekt ‚fifty-fifty’ haben bspw. über 60 Schulen teilgenommen, die – so die damaligen Spielregeln - die Hälfte der tatsächlich eingesparten Strom-, Wasser-, Abwasser und Abfallkosten für schulische Maßnahmen einsetzen konnten, während die übrigen 50 Prozent als Betriebskosteneinsparungen an den Kämmerer gingen.

Nutzung von Ökostrom
Der Energiestandort Hamm ist bestrebt, den regenerativen Energieanteil zu vergrößern. So kommt Ökostrom inzwischen in allen städtischen Liegenschaften und im Verkehrsbereich (Straßenbeleuchtung, Ampeln) zu 100% zum Einsatz. Auch das Alleecenter als größter Verbund von Einzelhandelsunternehmen in Form eines Shopping-Centers wird mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt. Die Stadtwerke beteiligen sich an On- und Offshore-Anlagen in der Nordsee. Mit 40,4 Prozent ist der Anteil der Gesamtstromlieferungen, die die Stadtwerke aus erneuerbaren Energien vertreiben, gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 15,8 % vergleichsweise hoch. Der Energieeinkaufmix erzielt damit gegenüber dem Bund eine CO2-Einsparung von ca. 600 kg/Haushalt.

Nutzung regenerativer Energien
Der Konzern Stadt Hamm ist bestrebt, den Anteil regenerativer Energien im Stadtgebiet zu erhöhen. Im Juli 2009 haben in Hamm insgesamt 7 Windkraftanlagen, 3 Biomasseanlagen, 2 Klärgasanlagen, 1 Grubengasanlage, 1 Wasserkraftanlage und 406 Photovoltaik-Anlagen insgesamt 23.831 kW Strom aus regenerativen Quellen ins Netz eingespeist. Die Zahl der PV-Anlagen konnte sich seitdem deutlich weiter steigern. Die PV-Anlagen in Hamm erwirtschaften inzwischen mehr als 12.000 kW angeschlossene Leistung. Die Zahl der Erdsonden zur Nutzung der Erdwärme liegt in Hamm momentan bei etwa 190 Anlagen, Tendenz steigend.

Solarbundesliga
Eine Vielzahl an Solaranlagen sind in Hamm installiert und erwirtschaften regenerativen Strom. Bei der „Solarbundesliga nahm Hamm im Juli 2013 mit 350 Punkten unter den Großstädten den 8. Platz (1. Platz in NRW) ein.

Auskopplung von Fernwärme aus der Müllverbrennungsanlage
Durch die Auskopplung von Fernwärme aus der Müllverbrennungsanlage können jährlich 20.000 t Treibhausgase eingespart werden. Die Anfang 2012 fertig gestellte Leitung kann bis zu 25.000 kW transportieren und 5000 Wohnungen mit Wärme versorgen.

Austausch von Leuchtstoffröhren
Innerhalb eines Programms wurden im Rahmen der Wartung 7.700 Leuchtstofflampen durch neue Leuchtstofflampen mit längerer Lebensdauer und 10% geringerer Anschlussleistung ausgetauscht. Dabei wird eine jährliche Energie-Einsparung von ca. 145.000 kWh erzielt. Das Programm lief noch bis Ende 2009.
Im Rahmen des Erneuerungsprogramms müssen in den nächsten Jahren 1500 alte Leuchten mit Leuchtstofflampen mehrerer Leuchtentypen ausgetauscht werden. Obwohl Leuchtstofflampen bereits einen geringen Energieverbrauch haben ergibt sich aus dem Austausch ein Einsparpotential von 65.000 kWh/a.
Darüber hinaus werden seit 2007 in einer zusätzlichen Austauschaktion insgesamt 500 Quecksilberdampflampen eines alten Leuchtentyps durch neue Leuchten in NAV-Technik (Natrium-Dampflampen) ersetzt. Die Anschlussleistung sinkt durch den Austausch um ca. 40% und es werden insgesamt 175.000 kWh/a Strom eingespart.

Einsparungen im EDV-Sektor
Der Einsatz von EDV hat zur erheblichen Steigerung des Stromverbrauchs geführt und erfordert zudem zusätzliche Komponenten (Druckerpatronen, Papier, ergonomische Zusatzkomponenten). Zur Begrenzung/Optimierung konnten jedoch mehrere Maßnahmen realisiert werden wie z. B.:

• Regelmäßige Erneuerungsintervalle (Stand der Technik)
• Ablösung von Altgeräten
• Zusammenlegung/Ablösung von Gebäudeeinheiten
• Austausch von Monitoren (Ablösung der Röhrengeräte), Fotokopierern
   (nun bevorzugte LED-Technik) und Einzelkomponenten wie effiziente, Strom 
   sparende Netzteile
• Virtualisierung (Hardwaresimulation)
• Einsatz von NAS-Technik (intelligente Festplatten) im Serverbereich
• Maßnahmen zur Reduzierung der Stand by - Verbräuche
• Recycling von Druckermaterialien
• Einrichtung von Arbeitsgruppendruckern
• verstärkte Nutzung der elektronischen Post (EMAIL)
• Faxbetrieb ohne zwingenden Ausdruck
• Verwendung von AKKUS statt Batterien (z. B. bei Fototechnik)
• Verwendung von sauerstoffgebleichtem Umweltpapier
• Einspartipps und zielgerichtete Schulungen usw.

Eine weitere und stärkere Berücksichtigung von energiesparender Hardware bei zukünftigen Ausschreibungen und Rahmenverträgen ist die generelle Zielrichtung.

Life+ Projekt Lippeaue
Die kontinuierliche Umsetzung der Landschaftspläne/Monitoring und des Life-Projektes Lippeaue sichern den Naturhaushalt in Hamm nachhaltig und sind wertvolle Bausteine der Klimaanpassung. Das Life-Projekt Lippeaue (08.01.2005 - 31.07.10) kann eine eindrucksvolle Bilanz vorweisen: 5.775 m Uferentfesselung, 27.235 m3 Oberbodenabtrag zur Öffnung der Auenräume sowie hierbei zusätzliche Schaffung von 110 ha Flutmulden, 46.115 m3 Flutmulden anlegen und optimieren, 400 m Laufverlängerung, 40 ha Wiedervernässung, Anlage von 18.500 m3 Stillgewässer, 11.375 m3 Blänken, 17,7 ha Auwaldanlage. Mit der Realisierung des Life-Plus-Projektes (Kostenvolumen 6 Millionen Euro) wurde im Frühjahr 2010 begonnen. Im Mai 2011 wurde das Projekt in Brüssel als "Best of the best" ausgezeichnet. Am 05.06.2011 fand bereits das 3. Lippeauenfest mit vielen attaktiven Veranstaltungen im Hof des Schlosses Oberwerries statt.

Waldanlage
Jährlich wird ein Zuwachs von 3 Hektar Wald ermöglicht. Dieses Haushaltsziel wurde im Haushaltsplan verankert. Dies ergibt eine CO2-Bindung von weiteren 30.000 kg pro Jahr. Es werden hierbei alle Facetten genutzt, um Wald zu vermehren.

Bodenschutz
Boden ist für den Klimaschutz eine wichtige CO2-Senke und durch seine Kompensations- und Regenerationswirkung für das Stadtklima ein bedeutsamer Baustein bei der Klimaanpassung. Neben der Kaltluftentstehung und der Abbauleistung von Schadstoffen, sind auch das Wasserspeicherungs-, -rückhaltungs- und Grundwasserneubildungsvermögen herausragend. Böden sind für die Ernährung des Menschen essentiell, dienen als Standort für Sauerstoff produzierende und Kohlenstoff bindende Pflanzen  und beherbergen ein vielfältiges Bodenleben. Sie stehen mit anderen Umweltmedien in kontinuierlichen Austauschprozessen und können diese positiv beeinflussen.
Durch konsequente Sanierung von kontaminierten und daher oft auch länger brach liegenden Standorten kann eine umweltverträgliche Nachnutzung ermöglicht werden.
Zahlreiche bodenkundliche Grundlageninformationen (Bodenbetrachtung i. R. des Freiraumentwicklungskonzeptes/UEP zum FNP, Bodenzustandskarte, Bodenfunktionskarte usw.) ermöglichen einen vorsorglichen Bodenschutz.

Neuaufstellung Flächennutzungsplan (FNP)
Auf Grundlage eines unter der Bezeichnung ‚WerkStadt Hamm’ durchgeführten gesamtstädtischen Bürgerbeteiligungsverfahrens in den Jahren 2003-2005 konnte im Dezember 2008 mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung das Neuaufstellungsverfahren für den neuen FNP Hamm abgeschlossen werden. Im Zuge der demographischen Entwicklung hat der neue FNP die Vorgaben für die Siedlungsflächenentwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit gesetzt - Konzentration der Siedlungsflächen auf die Arrondierung der vorhandenen Stadtteilzentren und die Nachnutzung brachliegender ehemaliger gewerblich und militärisch genutzter Gelände im Sinne einer ‚Stadt der kurzen Wege’. Im Vergleich zum alten FNP aus dem Jahre 1978 konnte so das bestehende Verhältnis von ca. 25% Siedlungsflächen zu 75% Freiraum einschließlich des  für einen Planungshorizont von 15-20 Jahren integrierten Entwicklungsspielraumes gewahrt werden.

Ökoprofit Hamm – Kosten senken im Betriebe
Erstmalig im Jahre 2000/2001 gestartet, wurde das Projekt ´Ökoprofit Hamm - Kosten senken im Betrieb in mittlerweile schon 8 abgeschlossenen Durchläufen erfolgreich umgesetzt.  Die mit dem 8. Durchgang erzielte Bilanz ist beeindruckend: Etwa 72 t Abfall, 8,4 Millionwn kWh Energie und 3.600 t CO2 können jährlich eingespart werden.

Klimaschutz und Verkehr
Im Juni 2007 hat der Rat den Masterplan Verkehr beschlossen. Über 200 Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtkostenvolumen von ca. 280 Mio. € sollen in den nächsten 10 -15 Jahren umgesetzt werden. Die Fortschreibung des Masterplanes ‚Verkehr’ ist alle 3 Jahre in Form von 'Verkehrsberichten' (Monitoring) vorgesehen.
Der Masterplan Verkehr hat begleitend eine Betrachtung der Luftschadstoffe und der Lärmimmissionen in Form von zwei begleitenden Fachgutachten vorgenommen und erarbeitet z. Z. ein Drittes, dass sich mit klimatischen Fragestellungen auseinandersetzt. Der Maßnahmenkatalog beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, die Verkehre und Leerlaufphasen vermeiden, die „Stadt der kurzen Wege“ unterstützen, alternative Verkehrsmittel bevorzugen und negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt reduzieren. Laufend werden Baumaßnahmen des ÖPNV und für Geh-/Radwege durchgeführt. Ziel ist es, diese Verkehrssysteme zu verbessern und ihre Attraktivität gegenüber dem Kfz-Verkehr zu steigern.

Städtische Initiative „Im Westen was Neues“
Das Konzept "Im Westen was Neues" ist ein zentraler Beitrag zur Bewältigung des Strukturwandels, gerade in den westlichen Stadtteilen Hamms, die in besonderer Weise vom Ende der Montanindustrie betroffen sind. Kernidee der aus einer Bewerbung für die Landesgartenschau 2014 hervorgegangenen Initiative ist die Entwicklung der Bergbaunachfolgelandschaft zwischen den westlichen Stadtteilen Bockum-Hövel, Herringen und Pelkum, die in Abstimmung mit der Landesregierung NRW nunmehr im Wege der Stadterneuerung umgesetzt werden soll. Nach Abschluss der Gesamtmaßnahme gewinnt Hamm für jedermann zugängliche, begrünte Freiflächen in einer Größenordnung von ca. 220 Hektar dazu  - die Haldenbereiche Kissinger Höhe, Humbert und Radbod mit eingeschlossen.
Die Nachnutzug des ehemaligen Geländes Schacht Franz als Stadtteilpark Herringens zählt zu den so genannten Ankerprojekten der zukünftigen städtischen Grünleitplanung. Begleitend soll die benachbarte Arbeitersiedlung "Isenbecker Hof" energetisch saniert werden. Im September 2010 fand hierzu eine Informationsveranstaltung statt.

InnovationCity Ruhr
Im Frühjahr 2010 hat sich die Stadt Hamm mit einem Beitrag im Rahmen des Wettbewerbsaufrufs InnovationCity Ruhr des Initiativkreis Ruhr beworben. Die Bewerbung der Stadt Hamm konnte "beim ersten Anlauf" leider nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Seit 2016 nimmt die Stadt Hamm mit zwei Projektgebieten am Innovation City Rollout-Prozess teil.

European Energy Award
Zur Steigerung der Energieeffizienz und Erstellung einer Treibhausgasbilanz besteht seit Dezember 2010 eine Teilnahme am European Energy Award. Die Maßnahme konnte durch intensive Förderung des Landes NRW realisiert werden.
Im Rahmen der eea-Teilnahme erfolgte zunächst eine grundlegende Ist-Analyse. Es konnten im Anschluss mehrere Maßnahmen durchgeführt werden, die zu höheren Erfüllungsgraden in den einzelnen Maßnahmenbereichen geführt haben.
Im September 2012 fand ein externes Audit mit einem unabhängigen Gutachter des TÜV Rheinland statt.  2016 wurde sie im Rahmen der ersten Folgeförderung durch die externe Re-Auditierung aktualisiert.

CO2-Bilanzierung mit Hilfe von ECORegion
Die zur eea-Teilnahme begleitend durchgeführte CO2-Bilanzierung hat u. a. ergeben, dass der Ausstoß von Treibhausgasen insgesamt rückläufig ist und inzwischen viele Koks-/Kohle- und Ölheizungen durch umweltverträglichere Heiztechniken abgelöst werden konnten. Das Integrierte Klimaschutzkonzept (im Jahre 2015 beschossen) hat eine genauere Bilanz für die Jahre 1990 - 2013 erstellt und soll gemeinsam mit den Mitgliedsstädten der Metropole Ruhr turnusgemäß aktualisiert werden.

European Green Capital
Die Metropole Ruhr hatte beabsichtigt, sich um den Titel "European Green Capital - Grüne Hauptstadt Europas" zu bewerben. Drei Leitprojekte aus Hamm wurden hierfür ausgewählt . Die Europäische Kommission will mit dieser Auszeichnung lokale Bemühungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz fördern und belohnen. Nachdem entschieden wurde, dass sich nur einzelne Kommunen um den Titel bewerben können, werden grundlegende Ansätze im Rahmen der "KlimaExpo 2022" weiter geführt. Als grüne Hauptstadt wurde die Stadt Essen ausgezeichnet.

Fürs Klima nach Chattanooga
Mit Vertretern von Los Angeles, Berlin oder Chicago fand Ende 2011 ein achttägiges Seminar über den kornmunalen Klimaschutz in Chattanooga´- einer Partnerstadt von Hamm - statt. Hierbei wurden beispielhafte Klimaschutzmaßnahmen der jeweils eigenen Kommune vorgestellt und miteinander diskutiert.
Durch den Austausch eröffnet sich die Chance, voneinander zu lernen und gemeinsame Ideen zu entwickeln. Die Städtepartnerschaft wird durch eine neue Dimension gestärkt. In Chattanooga wird ein "Wedding Forest" nach Hammer Beispiel angelegt.

Trans-Fair-Town
Hamm bekennt sich zu fair gehandelten Produkten. Die für die Auszeignung erforderlichen Kriterien wurden erfüllt. Am 20.10.2012 wurde die Stadt erstmalig ausgezeichnet.

Klimaanpassung
Als ehemaliger Bergbaustandort ist Hamm ein Poldergebiet mit mehr oder weniger ausgeprägten Senken und Deichen. Zahlreiche Pumpwerke halten die Vorflut aufrecht.  Im Rahmen einer Diplomarbeit konnten für das Stadtgebiet nun auch Aussagen zur prognostizierten Hitzebelastung vorgenommen und entsprechende Bereiche lokalisiert werden. Im Bereich Starkregen/ Hochwassermanagement hat sich unter Federführung des Tiefbau- und Grünflächenamtes ein Arbeitskreis gegründet, der erforderliche Schritte veranlasst und koordiniert.

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