Klimaaktionsplan vorgestellt

Gemeinsam für den Klimaschutz

Mehr Wälder und Moore, grüne Energie und klimafreundlicher Verkehr: Im Klimaaktionsplan stecken zahlreiche Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Stadt.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann hat den Klimaaktionsplan der Stadt Hamm für die Jahre 2020 bis 2025 im Beisein von Dr. Richard Salomon (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hamm) und Justus Moor (Vorsitzender der SPD-Fraktion) im Rathaus vorgestellt. „Unser Ziel ist klar formuliert: Wir wollen und müssen mehr für den Klimaschutz tun – dabei setzen wir ganz bewusst auf Anreize statt Verbote. Mit der Gründung der Energie- und Klimaschutzagentur legen wir den Grundstein für zahlreiche ganz konkrete Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz, die sich im Aktionsplan wiederfinden“, betonte der Oberbürgermeister bei der Vorstellung des Klimaaktionsplans. „Mit dem Klimaaktionsplan setzen wir ein klares Zeichen: Wir reden nicht nur über Klimaschutz, sondern handeln auch: mit konkreten Maßnahmen“, erklärte Justus Moor bei der Vorstellung. „Mit dem Plan gelingt es uns, Wirtschaft und Umweltschutz zusammenzubringen und den Klimaschutz sozialverträglich in Hamm weiter voranzubringen“, ergänzte Dr. Richard Salomon.

Neue Wälder und Moore
Auf knapp 90 Seiten beinhaltet der Klimaaktionsplan für 2020 bis 2025 Maßnahmen und Konzepte zum Klimaschutz, die sich in fünf Handlungsfelder aufgliedern. Das Handlungsfeld Land- und Forstwirtschaft und Grünflächen beinhaltet unter anderem das Vorhaben, die Waldflächen auf Hammer Stadtgebiet auszuweiten – Zielvorgabe sind drei Hektar pro Jahr. Daneben sollen Moore auf geeigneten Flächen renaturiert werden, die als Kohlenstoffspeicher eine wichtige Rolle beim Klimaschutz spielen. Hier steht ein Flächenpotential von bis zu 50 Hektar zur Verfügung, das allerdings noch nicht in städtischem Besitz ist. Dazu kommen Blühwiesen und Blühstreifen, die entlang von Verkehrswegen angelegt werden und zur Artenvielfalt der Flora und Fauna beitragen sollen.

„Grüne“ Mobilität
Weitere große Einzelmaßnahmen des Klimaaktionsplanes finden sich in der Förderung „grüner“ Mobilität (Handlungsfeld Mobilität und Verkehr) wieder. Diese soll unter anderem im Rahmen des neuen Nahverkehrsplans durch ein attraktiveres ÖPNV-Angebot, durch Investitionen in Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieben und die Bündelung klimafreundlicher Mobilitätsangebote in einer Mobilstation am Bahnhof gefördert werden. Daneben sollen unter anderem energetische Gebäudesanierungen forciert, mit denen Energie eingespart wird (Handlungsfeld Bauen, Planen, Wohnen, Leben), Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden installiert (Handlungsfeld Energie) und der wirtschaftliche Verkehr umweltfreundlich umstrukturiert werden (Handlungsfeld Wirtschaft).

Lust wecken statt Verbote
„Mit dem Klimaaktionsplan haben wir ein wirkungsvolles Instrument auf die Beine gestellt, mit dem wir in den nächsten Jahren zahlreiche vielversprechende Ansätze zum Umwelt- und Klimaschutz erfolgreich umsetzen werden“, unterstrich Hunsteger-Petermann. „Dabei sind wir uns einig: Wirksamen Klimaschutz erreichen wir nicht mit Verboten und Beschränkungen. Wir müssen es schaffen, dass die Menschen Lust auf Klimaschutz entwickeln, selbst Ideen haben und sich aus eigenem Antrieb für die Natur einsetzen – zum Beispiel durch Begrünung und naturnahe Gestaltung auch auf Privat- und Firmenflächen.“ Auch Pflanzaktionen wie ein „Wald der Jugend“ oder das „Einheitsbuddeln“, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können, setzen auf Freiwilligkeit und persönlichen Einsatz.

Der Klimaaktionsplan wird dem Rat in seiner Sitzung am 10. Dezember zum Beschluss vorgelegt.
 

© Thorsten Hübner

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