28.03.2019

Vom Geheimtipp zum Renner

Saisonstart für Lippefähre "Lupia"

Die Lippefähre „Lupia“ hat am Schloss Oberwerries wieder ihren Dienst aufgenommen. Auf die Personenfähre wurde schon sehnsüchtig gewartet: „Letztes Jahr konnten wir Besucherrekorde verzeichnen. Mehr als 84.000 Menschen haben an unserer Fährstation die Lippe überquert“, verrät Streckenmeister Friedhelm Jasper vom Lippeverband.
 
Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Fährverbindung in den beliebten Fernradweg „Römer-Lippe-Route“ eingebunden ist. Seit 2013 muss die Radtour nicht mehr an der Lippe enden, denn seitdem quert die Personenfähre „Lupia“ den Fluss. Der Erfolg gab dem Fährprojekt des Lippeverbands recht. Die Fähre mauserte sich vom Geheimtipp, zum echten Renner.

Hintergund Lupia

Der Name „Lupia“ entstand aus einem Namenswettbewerb zwischen Hammer Bürgerinnen und Bürgern. „Lupia“ ist der römische Name für die Lippe.

Genau wie die Römer müssen auch die Lupia-Passagiere auf Muskelkraft setzen. Einen Fährmann gibt es nicht. Wer den Fluss überqueren möchte, kann die Fähre mit einer Kurbel über die Lippe ziehen. Die Fähre ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet und kostenlos. Bei der Nutzung ist darauf zu achten, dass die Kurbel langsam und gleichmäßig bedient wird. Weitere Anweisungen und Tipps zur Überfahrt finden sich auf Hinweisschildern auf der Fähre. In der Zeit von Ostern bis Oktober überquert die Lippe-Fähre den längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen.

Die Fähre wurde von dem Lippeverband und der Stadt Hamm mitfinanziert und im Rahmen des LIFE+ Projekts Lippeaue installiert.

Hintergrund Fähren
Die Fähre „Baldur“ in Dorsten wurde als erste Personenfähre des Lippeverbands 2005 in Betrieb genommen. Im Jahr 2013 erweiterte der Lippeverband das Angebot um die Personenfähren „Quertreiber“ in Wesel und „Lupia“ in Hamm-Oberwerries. Die Flotte wurde 2015 ein weiteres Mal, um die Personenfähre „Maifisch“ in Flaesheim, vergrößert.

Lippeverband
Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt.

Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zurzeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.