Projektstruktur und Projektverlauf

Zuständig für NAIS in Hamm ist der Fachbereich Jugend, Gesundheit und Soziales der Stadtverwaltung. Den Projektverlauf koordiniert das NAIS – Tandem, das in Hamm ein Trio ist und sich aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammensetzt. Hannelore Bartol und Frank Mattern vertreten ehrenamtlich die Seniorenseite und unterstützen die städtische Sozialplanerin Barbara Kinne. Begleitet wird der Planungsprozess vom Initiativkreis NAIS als partizipatives Gremium.
 

Das NAIS - Projekt gliedert sich in drei Phasen:

Analysephase
In 2006 wurden unter aktiver Beteiligung der örtlichen Akteure die jeweiligen kommunalen Situationen über Bestandsaufnahmen erfasst, Handlungsfelder ermittelt und Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Besonderheit in Hamm:
Die Arbeitsgruppen des Seniorenplanungsprozesses erarbeiteten auf breiter Datengrundlage und mittels generationsübergreifend durchgeführter kleinräumlicher Stadtbezirksrundgänge Handlungsempfehlungen zu folgenden Schwerpunktthemen:

  • Gestaltung der Wohnquartiere und des öffentlichen Raums
  • Gestaltung des privaten Lebensraums / Wohnen
  • Förderung eines gesunden und aktiven Lebens im Alter
  • Gesundheitliche und pflegerische Versorgung
  • Arbeitswelt und Seniorenwirtschaft

In rund 40 AG-Treffen, 8 Stadtbezirksbegehungen und verschiedenen Fachveranstaltungen waren knapp 500 Teilnehmer involviert, davon ca. zwei Drittel ehrenamtlich aus der Bevölkerung. In der vertieften Analysephase fanden zu den Ergebnissen der einzelnen Arbeitsgruppen Expertenhearings mit ausgesuchten Wissenschaftlern statt. Hier wurden die Handlungsempfehlungen mit den Arbeitsgruppen-Teilnehmern diskutiert und -wo nötig- ergänzt. Abschließend wurden die erneut abgestimmten Handlungsempfehlungen aller Arbeitsgruppen in einem integrierten Handlungskonzept zusammengefasst.
Der Initiativkreis NAIS nahm die Handlungsempfehlungen in seiner Sitzung vom 08.11.06 zur Kenntnis, empfahl eine Zeitfolge für deren Umsetzung und leitete das Handlungskonzept zur Empfehlung und Beschlussfassung an die politischen Gremien weiter.

Aktionsphase
In der Aktionsphase im Jahr 2007 sollen Konzepte für Projekte in den verschiedenen Handlungsfeldern umgesetzt werden. Unterstützt durch externe Experten stellt die Bertelsmann Stiftung dazu verschiede Konzepte zur Auswahl. Der Initiativkreis NAIS in Hamm hat das Konzept „Unterstützung von Kommunen zur Umsetzung komplementärer und sozialer Dienste“ für den Umsetzungsschwerpunkt in der Aktionsphase gewählt.

Abschlussphase
Zu Beginn des Jahres 2008 werden die einzelnen Projektphasen, die entwickelten Konzepte und umgesetzten Projekte in einem Handbuch zusammengefasst und von der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht. Das Handbuch soll anderen Kommunen als Handwerkszeug zur Seniorenplanung im Hinblick auf die Veränderungen durch den sozialen Wandel dienen.

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