Chancen und Möglichkeiten in der zweiten Lebenshälfte/Neues Altern in der Stadt

Eine sinkende Gesamtbevölkerung, eine deutliche Zunahme von älteren und insbesondere von hochaltrigen Menschen und eine Zunahme an älteren Migrantinnen und Migranten kennzeichnen die demographische Entwicklung der nächsten 10 Jahre in Hamm.

Neben der Entwicklung der Stadt Hamm zu einer familienfreundlichen Stadt ist die Gestaltung der künftigen Rahmenbedingungen für ein bedarfsgerechtes und selbstbestimmtes Leben im Alter ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema.

Der Rat der Stadt Hamm beschloss am 18. Mai 2004 die Erarbeitung eines Grundsatzbeschlusses zur Weiterentwicklung des Gesamtkonzeptes zur Seniorenplanung. Dieses soll die "Chancen und Möglichkeiten in der zweiten Lebenshälfte" sowie Leitlinien zur künftigen Steuerung der Seniorenarbeit aufzeigen.

Die "Aktivierung und Unterstützung durch Nutzung der Potentiale und Ressourcen" steht dabei ebenso im Fokus wie die "Vorsorge bei altersbedingten Defiziten durch Versorgung und Betreuung".

Mit der Auftaktveranstaltung am 30. Juni 2004 im Kurhaus Bad Hamm wurde unter großer Beteiligung von Akteuren aus der Seniorenarbeit und Altenhilfe, der Wirtschaft und der Gesundheit und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Planungsprozess eingeleitet. Hier wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen erste Überlegungen und Schwerpunktthemen für den Seniorenplanungsprozess erörtert bzw. festgelegt.

Erstes Ergebnis

Die AG ‚Seniorenpolitik‘ setzte sich die Bildung eines Seniorenbeirates in der Stadt Hamm zum Ziel. Der Rat der Stadt unterstützte dieses Vorhaben und beschloss dessen Umsetzung. Im Dezember 2004 fanden in allen sieben Stadtbezirken Versammlungswahlen statt, in denen die über 60-jährige Bevölkerung 14 Mitglieder in ihre Interessensvertretung wählte. Zusätzlich wurden 2 Mitglieder von der Arbeitsgemeinschaft der Hammer Wohlfahrtsverbände und je ein Mitglied von den beiden mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften in den Seniorenbeirat entsendet.

Mit der Konstituierung des Seniorenbeirates Ende Februar 2005 wurde die Arbeitsgruppe ‚Seniorenpolitik‘ aufgelöst. Seniorenrelevante Themen werden nun im regelmäßig tagenden Seniorenbeirat erörtert und diskutiert.

Weiterer Prozessverlauf

Die praktische Arbeit wurde mit fachlich-theoretischen Auseinandersetzungen untermauert. Dazu wurden in Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren Fachveranstaltungen zu altersrelevanten Themen durchgeführt. In dem zweijährigen Planungsprozess erfassten die Arbeitsgruppen zielgruppen- und sozialraumorientiert die aktuellen Angebote. Über intergenerative Stadtbezirksrundgänge wurden die Qualitäten der lokalen Infrastrukturen bewertet. Auf Grundlage der Bestands- und Bedarfsanalysen entwickelten die Arbeitsgruppen dann Handlungsempfehlungen zu den verschiedenen Politikfeldern. Im Rahmen der vertieften Analysephase im Bertelsmann-Projekt NAIS - Neues Altern in der Stadt wurden die Arbeitsgruppenergebnisse in moderierten Gesprächen mit wissenschaftlichen Experten diskutiert, ergänzt und in einem integrierten Handlungskonzept gebündelt.

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