15.05.2015

Pfarrkirche St. Agnes

Wie in vielen anderen mittelalterlichen Städten auch, hat auch in Hamm eine klösterliche Niederlassung das religiöse Leben geprägt. So hatte der noch junge Konvent 1507 mit dem Bau einer großen Klosterkirche begonnen, nachdem durch großzügige Stiftungen des Landesherrn und der Stadt die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden konnten. Der Chor wurde 1511, die Westfassade 1512 fertiggestellt, so dass die neue Klosterkirche der Franziskaner am 21.05.1515 der Heiligen Agnes geweiht werden konnte.
Als turmlose Hallenkirche mit einem in fünf Seiten eines Achtecks geschlossenen Landchor entspricht sie dem von den Bettelorden bevorzugten Typ der Predigtkirchen. Infolge schwerer Kriegsschäden wurde die Agneskirche, fast einem Neubau gleichkommend, in den Jahren 1947 bis 1953 wieder errichtet. 1977/1978 wurde der Bau insgesamt restauriert. Während die lichte Halle noch annähernd die Gestalt der alten Ordenskirche vom Ende des vorigen Jahrhunderts ahnen lässt, ist die Eingangssituation durch einen breiten Westriegel mit Taufkapelle völlig neu entstanden.

An diese zweischiffige Vorhalle von 1951 schließen sich nach Osten hin fünf Mittelschiffjoche an, deren Gewölbe auf modernen Rundpfeilern ruht. Ihr Licht erhält diese weite Halle durch große Fensteröffnungen in der Südwand, wie sie ähnlich wohl schon in der Barockzeit entstanden waren. Von der reichen alten Ausstattung ist kaum noch etwas erhalten. Erwähnenswert ist aber auf jeden Fall die an die Burgkapelle erinnernde Patronin der Kirche, die Hl. Agnes, die über den Portalen den neuen Westgiebel ziert und der aus Sandstein gefertigte Zelebrationsaltar.