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30.04.2019
Stadt stellt Konzept für Mobilstation vor

Gut vernetzt und mobil

Bahn, Bus, Fahrrad und Carsharing räumlich, organisatorisch und digital verknüpft: Die neue Mobilstation am Hammer Bahnhof soll Mobilität einfacher, schneller und umweltfreundlich machen.

Der Hammer Bahnhof ist mit rund 40.000 täglichen Nutzern der verschiedenen Angebote ein wichtiger Verkehrsknoten im Ruhrgebiet. Durch den Aufbau einer Mobilstation am Bahnhof sollen die Verkehrsangebote verknüpft und ergänzt werden. „Wir investieren, unterstützt durch Fördermittel des Landes, mehr als 650.000 Euro in die Mobilstation. Das ist gut angelegtes Geld: Wir wollen und müssen öffentliche und umweltfreundliche Mobilitätsangebote attraktiver machen – und genau das werden wir durch die Mobilstation erreichen.“

Erhebliche Verbesserung
Im Rahmen des Aufbaus der Mobilstation sollen unter anderem die Radstation, die die Stadt Hamm und das Ev. Perthes-Werk gemeinsam betreiben, erweitert werden: Hier stehen insbesondere ein 24-Stunden-Angebot, also ein automatisiertes Parkangebot zur eigenständigen Nutzung rund um die Uhr, ein digitales Vertriebssystem und besser wahrnehmbare Außendarstellung im Fokus. „Die Hammer Radstation ist die größte im Ruhrgebiet und bildet das Herzstück der Mobilstation. Indem wir die Umstiegsmöglichkeiten optimieren und die Radstation stärken, verbessern wir die Situation für Pendler erheblich“, betonte Carsten Gniot, Leiter der Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt der Stadt Hamm, bei der Vorstellung des Konzepts. Außerdem sollen die vorhandenen Sharing-Angebote für Fahrräder und PKW räumlich vor der Radstation zusammengeführt werden. Zusätzlich sollen die Wegweisung rund um den Bahnhof verbessert und weitere Lademöglichkeiten für E-Bikes und E-Mobile entstehen.

„Ein großer Schritt“
In einem zweiten Bauabschnitt werden eine „digitale Mobilstation“ in Form einer App für schnellen Zugang zu allen Mobilitätsangeboten, der Ausbau des Fernbus-Steigs am Westausgang des Bahnhofs sowie der Verleih von Pedelecs und Lastenrädern ausgebaut. Justus Moor, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Hamm, freut sich auf die neue Mobilstation: „Die Mobilstation ist eines von mehreren aktuellen Projekten für mehr und bessere Fahrradmobilität in Hamm. Insbesondere die 24-Stunden-Öffnung bedeutet einen großen Schritt für die Radstation.“ Jörg Holsträter, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, ergänzte: „Wir sind uns hier über Parteiengrenzen hinweg bei einer guten Sache sehr einig. Wir wollen weiter in Mobilität investieren.“

Das Konzept wird dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr in seiner Sitzung am 14. Mai 2019 zum Beschluss vorgelegt. Die Arbeiten des ersten Bauabschnitts, der sich im Schwerpunkt auf den Ausbau der Radstation konzentriert, sollen Mitte 2020 beginnen.