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Aktuelles
04.12.2017

Stadtumbauprojekte

Fünf Millionen für Westen, Westentor und Kanalkante

Drei Bewilligungsbescheide der Städtebauförderung von Land, Bund und EU in Höhe von etwa fünf Millionen Euro hat der neue Regierungspräsident Hans-Josef Vogel am Montagmorgen an Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann übergeben.

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel und Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann

„Mit den Fördermitteln können wir zentrale Projekte im  Hammer-Westen und in der Innenstadt umsetzen, zu denen wir ansonsten nicht in der Lage wären“, bedankte sich der Oberbürgermeister bei der Übergabe. Rund 3,4 Millionen stellen Land und Bund zur Verfügung, um die Stadt Hamm bei der Beseitigung von Problemimmobilien zu unterstützen. Mit dem Abriss des Hochhauskomplexes an der Hessener Straße (Hausnummer 2 bis 4) ist hier ein erstes Projekt gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) bereits in der Umsetzung. „In diesen Tagen wird das Gammel-Hochhaus abgerissen und jeder kann sehen, dass das eine gute Entscheidung war. Und das wird noch deutlicher werden, wenn das neue Gebäude entsteht“, ist Hunsteger-Petermann sicher.
Weiterhin wird der Erwerb und Abriss von Immobilien im Bereich der Wilhelmstraße im Vordergrund stehen. „Jetzt ist der Westen dran. Wir müssen hier eingreifen, um die Abwärtsspirale in einigen, problematischen Straßenzügen mit hohen – teilweise über Jahre andauernden Leerständen – zu stoppen“, machte Hunsteger-Petermann deutlich. „Der Einzelhandel hat sich verändert. Gerade kleine Ladenlokale sind in vielen Lagen nicht mehr attraktiv.“ Mit Hilfe der 95-Prozent-Förderung könnten nicht marktfähige Immobilien angekauft und die Grundstücke zum Beispiel für Wohnnutzungen oder Gemeinbedarfseinrichtungen verwendet werden. Die städtebaulichen Tätigkeiten beziehen sich neben Immobilien-Projekten aber auch auf den öffentlichen Freiraum: Rund 770.000 Euro werden zur Umgestaltung des Viktoriaplatzes zur Verfügung gestellt. Damit werden 90 Prozent der Gesamtkosten von 850.000 Euro durch Land, Bund und EU gefördert. Mit der Umgestaltung des Platzes, der mit intensiver Beteiligung der Bewohner geplant wurde, soll das Quartier eine Aufwertung erfahren. Der Baubeginn wird Mitte 2018 sein.
Für den Stadtumbau Hamm-Innenstadt hat die Stadtverwaltung eine Bewilligung in Höhe von rund 730.000 Euro erhalten. Das entspricht Gesamtkosten von rund 910.000 Euro bei einer Förderquote von 80 Prozent. Damit stehen weitere Mittel für die Planungen zur Umgestaltung Westentor und des Quartier Kanalkante zu Verfügung. In der südlichen Innenstadt können unter anderem die Planungen zur Gestaltung des Schillerplatzes fortgeführt werden. Ebenso wird die Quartiersberatung im Büro Innenstadt weitergeführt.