17.08.2018

Aktion: "Wir in Hamm - Fit für Zivilcourage"

Aktion: "Wir in Hamm - Fit für Zivilcourage"

"Wir in Hamm: Fit für Zivilcourage" ist eine Aktion des "Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt" in Hamm, dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, die Stadt Hamm und weitere Organisationen angehören. Die Aktion soll das "Wir-Gefühl" in der Stadt Hamm stärken und jeder Form von Gewalttaten vorbeugen

"Wir in Hamm: Fit für Zivilcourage" ist eine Aktion des "Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt" in Hamm, dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, die Stadt Hamm und weitere Organisationen angehören. Die Aktion soll das "Wir-Gefühl" in der Stadt Hamm stärken und jeder Form von Gewalttaten vorbeugen.

Denn folgende Situation dürfte für viele ein Alptraum sein: An der Bushaltestelle wird eine junge Frau mit Kopftuch von zwei schwarz gekleideten Männern angepöbelt. Die junge Frau wird grundlos beschimpft, die Männer versuchen, ihr das Tuch vom Kopf zu reißen. Sie wollen als Augenzeuge eingreifen, wissen aber nicht wie.

Hinsehen statt wegschauen, aktiv Hilfe leisten statt gleichgültig weiter gehen – die meisten sind in so einer Situation überfordert und fragen sich: "Wie kann ich helfen, ohne mich selbst zu gefährden?" Dabei ist die Hilfe für Menschen in Not eine Bürgerpflicht und eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Hier bietet die Aktion "Wir in Hamm: Fit für Zivilcourage" Schutz in Bedrohungs- und Gewaltsituationen. Sie bietet Sicherheit für jeden, der aktiv helfen möchte. Und sie bietet Schutz für potenzielle Opfer von Gewalttaten. Der "Runde Tisch gegen Radikalismus und Gewalt" in Hamm möchte möglichst viele Bürger, Betriebe und Einrichtungen für diese Aktion gewinnen!

"Wir in Hamm: Fit für Zivilcourage" besteht aus zwei Bausteinen:

Baustein 1: "Training für Zivilcourage"

Beim professionellen "Training für Zivilcourage" vermitteln Deeskalations-Trainer der Polizei Tipps zum richtigen Verhalten und trainieren bestimmte Handlungsweisen: "Wie kann ich eine bedrohliche Situation entschärfen?", "Wie kann ich Hilfe organisieren?" und "Wie kann ich mich selbst schützen?" Die Teilnehmer werden "Fit für Zivilcourage": Aha-Erlebnisse und ein Mehr an Sicherheitsgefühl sind gleichsam vorprogrammiert.

Jedes "Training für Zivilcourage" dauert zweieinhalb Stunden. Er wird in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Hamm durchgeführt und ist für die Teilnehmer kostenlos.

Bereits im September diesen Jahres wurde die ersten Kurse mit großem Erfolg durchgeführt. Aus diesem Grund ist es geplant, weitere Trainingseinheiten anzubieten. Nähere Information hierzu erhalten Sie bei Herrn Schwibbe.

Baustein 2: Türschild "Noteingang"

Jeder Teilnehmer erhält ein Türschild mit der Aufschrift "Noteingang" und bietet Schutz in Bedrohungs- und Gewaltsituationen. Die Schilder sind besonders geeignet für Schaufenster oder Eingangstüren. Sie signalisieren: "Hier gibt es Hilfe! Hier gibt es couragierte Menschen/Mitarbeiter und eine offene Tür." Denn jeder, der an einem "Training für Zivilcourage" teil genommen hat, ist "Fit für Zivilcourage". Er oder sie kann von Gewalt bedrohten Mitbürgern aktiv helfen, wenn es sein muss auch durch gezieltes Einwirken auf einen Angreifer. Natürlich eignen sich die "Noteingang"-Schilder nicht nur zum Aushang in Geschäften und Banken, Ämtern oder Kirchengemeinden, sondern auch privat als Zeichen der Hilfsbereitschaft.

Machen Sie sich "Fit für Zivilcourage"!

Machen Sie sich, Ihre Mitarbeiter und Kollegen "Fit für Zivilcourage"! Besonders geeignet ist die Aktion für Betriebe mit viel Publikumsverkehr (zum Beispiel Einzelhandel, Tankstellen, Banken) oder für Behörden, Verbände, Vereine oder Kirchengemeinden. Informieren sie sich und investieren Sie zweieinhalb Stunden für mehr Sicherheit und Zivilcourage.