Nachnutzung Bergwerk Heinrich Robert und Entwicklung Pelkum/Wiescherhöfen

Die Bagger sind gerollt, es wurde gesprengt und ein großer Teil der nicht mehr benötigten Gebäude auf dem Gelände des Bergwerks Heinrich Robert sind abgebrochen worden. Mit großem Maschineneinsatz sind die oberirdischen Betriebsanlagen gefallen. Jetzt stehen nur noch die Gebäude, die für eine Nachnutzung gebraucht werden.

Hinter den Kulissen wird an dem Abschlussbetriebsplanverfahren (ABP) gearbeitet. Dies bedeutet, dass alle möglichen Gefahren, die durch die lange Betriebstätigkeit auf dem Gelände entstanden sind (z.B. Altlasten), untersucht werden. Mithilfe eines Sanierungsplanes werden dann die Flächen wieder nutzbar gemacht. Das ABP erfolgt unter Federführung der Bezirksregierung Arnsberg als Bergbauaufsichtsbehörde. Der zukünftige Investor und der jetzige Eigentümer befinden sich zusammen mit dem Stadtplanungsamt in einer intensiven Arbeitsphase, um den Rahmenplan als Entwicklungsgrundlage fortzuschreiben. Sehen Sie dazu unten den Download des aktuellen Rahmenplans 2020.

Für die Bereiche des Netto-Marktes an der Kamener Straße und des ehemaligen Gesundheitshauses an der Fangstraße sind bereits zwei Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne gefasst worden - also die Grundlage für zukünftiges Baurecht geschaffen. Die „Entwicklungsagentur CreativRevier Heinrich Robert“ hat ihre Arbeit aufgenommen und wird in Kürze ihre Büros auf dem ehemaligen Bergwerksgelände beziehen.

Downloads Rahmenplan 2020 CreativRevier Heinrich Robert

Bergwerk Ost und Pelkum - Bürgerinnen und Bürger planen mit!

Die weitere Entwicklung des Bergwerk-Geländes einschließlich der Gebäude, die Verknüpfung des Geländes zu den Ortsteilen Pelkum, Pelkum Dorf und Wiescherhöfen sowie die Anbindung an den Stadtbezirk Herringen und den Lippepark Hamm - diese Themen standen auf der Agenda mehrer Veranstaltungen zur Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Damit sollten nicht nur die Vielfalt an Ideen der Bürger zur Nachnutzung des Bergwerks in die Planungen einfließen, sondern auch das lokale Expertenwissen der Bürgerinnen und Bürger über Potenziale und Mängel ihres Stadtbezirks aufgenommen werden.

Energie sparen in Pelkum/Wiescherhöfen - "Innovation City roll out"

Das Projekt “Innovation City roll out” hat das Ziel, die Erfahrungen aus der „InnovationCity Ruhr |Modellstadt Bottrop“ in 20 Quartiere zu übertragen. Dabei werden die Erkenntnisse zum klimagerechten Stadtumbau vor dem Hintergrund der energetischen Modernisierung von Gebäuden in den Fokus gesetzt. Die Stadt Hamm gehört mit zwei Quartieren, der sog. Weststadt und dem Bereich Pelkum/Wiescherhöfen/Zeche Heinrich Robert zu den aus- gewählten Modellstädten. Das Projekt möchte die „Energiewende von unten“ in der Metropole Ruhr vorantreiben. Dies geschieht vorrangig durch die Aktivierung von Hauseigentümern, sich für die energetische und altersgerechte Modernisierung ihrer Gebäude sowie die Steigerung der Energieeffizienz und der damit verbundenen Reduktion des CO2-Ausstoßes einzusetzen. In Pelkum/Wiescherhöfen startete der "Innovation City roll out"-Prozess im September 2017. Nach umfassenden Evaluationen, zahlreichen Berechnungen und vielen Gesprächen kann nun das nächste Kapitel aufgeschlagen werden für die künftige energetische Modernisierung des Hammer Quartiers Pelkum / Wiescherhöfen. ICM-Geschäftsführer Burkhard Drescher übergab im Juni 2019 das Integrierte Energetische Quartierskonzept für das Projektgebiet an Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und an Marc Herter, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Entwicklungsagentur Creativ Revier Heinrich Robert. Es bildet die Grundlage für ein zukünftiges Sanierungsmanagement, das die Reaktivierung des Bergwerks, die Immobilieneigentümer, aber auch Unternehmen bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden und der Umsetzung weiterer Klimaschutzprojekte unterstützen soll.  Im Gegenzug zum Quartierskonzept händigte OB Hunsteger-Petermann der ICM eine Kooperationsvereinbarung aus, die die Stadt mit ihren Kooperationspartnern des Bergwerksgeländes unterzeichnet hat. Darin erklären sich die Stadt Hamm, die Entwicklungsagentur CreativRevier Heinrich Robert GmbH, die TeHa Hamm GmbH und die RAG Montan Immobilien GmbH bereit, „im Rahmen ihrer Kompetenzen und Möglichkeiten“ eine schrittweise Umsetzung einzelner Maßnahmen zur kurz- und mittelfristigen Reduzierung des CO2-Ausstoßes anzustreben, „um eine beispielgebende Aufwertung des Quartiers Pelkum / Wiescherhöfen zu erreichen“.

Kontakt

Stadtplanungsamt

Frau Mann

Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm
Fon: 02381 17-4113
Fax: 02381 17-2962
E-Mail-Adresse

A2.036

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