Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Nachnutzung des ehemaligen Bergwerks Heinrich Robert

Zu den vier Bebauungsplänen Nr. 05.081, Nr. 04.077, Nr. 05.082 und Nr. 05.083 - Nachnutzung Bergwerk Heinrich Robert I bis IV - findet vom 23.01.2023 bis einschließlich 23.02.2023 eine öffentliche Auslegung statt.

Die Planentwürfe liegen im Foyerbereich (Raum A0.058) des

Technischen Rathauses
Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm

während der Dienststunden (montags - donnerstags von 7.30 Uhr - 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr - 15.30 Uhr sowie freitags von 7.30 Uhr - 12.30 Uhr) öffentlich aus.

Zur Information ist außerdem je ein Planentwurf in den jeweiligen Bürgerämtern ausgehängt.

Während der jeweiligen Auslegungszeit können Stellungnahmen schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift bei der Stadtverwaltung Hamm (z.B. Stadtplanungsamt) abgegeben werden. Ergänzend besteht auch die Möglichkeit der Einsicht der Planunterlagen sowie der onlinegestützten Stellungnahme über das Internet-Bauportal der Stadt Hamm.

Die Umnutzung des circa 55 ha großen Areals des ehemaligen Zechenstandortes Heinrich Robert stellt eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte der Stadt Hamm in den kommenden Jahren dar. Beabsichtigt wird die Entwicklung des Gesamtareals mit unterschiedlichen räumlichen Nutzungsschwerpunkten aus den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Einzelhandel sowie insbesondere auch Kultur und Kreativwirtschaft. Durch die Öffnung des Standortes und die neuen Wegeverbindungen sollen funktionelle Verknüpfungen des Standortes mit den umliegenden Stadtteilen sowie die Ausbildung einer neuen Adresse mit regionaler Strahlkraft im Hammer Stadt­gebiet entstehen. Mit der Konversion des ehemaligen Bergwerkstandortes wird dem Ziel der Innenentwicklung entsprochen und ein Beitrag zum sparsamen Umgang mit Grund und Boden geleistet.

Zur planungsrechtlichen Vorbereitung der Entwicklung des ehemaligen Bergwerksgeländes sollen insgesamt vier Bebauungspläne aufgestellt werden.

Im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 05.081 ist im Wesentlichen die Entwicklung eines Einzelhandelsstandortes nördlich der Kamener Straße vorgesehen, der als Ergänzung des bestehenden zentralen Versorgungsbereiches dienen soll.

Im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 04.077 ist im Wesentlichen eine wohnbauliche Entwicklung der Flächen östlich der Fangstraße sowie der Goerallee vorgesehen, die durch einen zentralen Grünzug ergänzt wird.

Im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 05.082 soll die Konzeption für das sogenannte „CreativQuartier“ planungsrechtlich abgesichert werden. Konkret sind u.a. Bildungs- und Kultureinrichtungen, Gastronomie, kleinflächiger Einzelhandel, nicht störendes Gewerbe, Wohnen (z.B. TinyHouses, studentisches Wohnen) sowie entsprechende Stellplatzflächen im Plangebiet vorgesehen. Große Teile der vorhandenen Bebauung des ehemaligen Bergwerks sollen dabei erhalten, saniert und nachgenutzt werden. Ferner wird im südöstlichen Bereich entlang des Straßenverlaufs der angrenzenden Kamener Straße ein Landschaftsbauwerk bzw. Sicherungsbauwerk realisiert.

Im Rahmen des hier behandelten Bebauungsplans Nr. 05.083 ist für den Bereich südlich der Halde Humbert und des Herringer Baches im Wesentlichen eine gewerbliche bzw. wohnbauliche Entwicklung der Flächen vorgesehen. Darüber hinaus sind im nördlichen Bereich Freiflächen bzw. ein Regenrückhaltebecken vorgesehen.

Der Hammerkopfturm der Zeche Heinrich Robert

Der Hammerkopfturm der Zeche Heinrich Robert

© Thorsten Hübner