11.08.2019
Lippeaue- und Haldentour

Sportlich und beeindruckend

Rund 75 Bürgerinnen und Bürgern erhielten bei zwei „OBesichtigt“-Touren mit Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann ungewohnte Einblicke: Den Auftakt machte am Freitag eine Bootstour auf der Lippe durch die LIFE- und LIFE+-Naturschutzgebiete, ehe am Sonntagmittag mit dem Fahrrad die früheren Bergbauhalden abgefahren wurden.

OBesichtigt-Tour Lippeaue, © Thorsten Hübner

Mit der Maximalzahl von 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Bord legte der Lastenkahn des Lippeverbandes um 16.30 Uhr am Schloss Oberwerries ab. Auf der Lippe ging es durch das Gebiet der LIFE- und LIFE+-Projekte. Von 2005 bis 2015 ist hier im Rahmen der EU-Naturschutzprojekte der Lebensraum für seltene und bedrohte Arten wiederhergestellt worden. Viele Maßnahmen waren vom Boot aus besonders gut zu erkennen: zum Beispiel die an vielen Stellen entfesselten Ufer des Flusses, in deren neuen Steilwänden Uferschwalben und Eisvögel ihre Bruthöhlen anlegen. „Wir bekommen hier vom Wasser aus Einblicke aus nächster Nähe, die man sonst nicht hat. Zu Beginn war ich durchaus skeptisch bei dem Projekt, aber was hier in den vergangenen 14 Jahren entstanden ist, ist beeindruckend – und ein Grund, warum wir im Bereich rund um die Münsterstraße ähnliche Pläne verfolgen“, betonte Hunsteger-Petermann. Nach der anderthalbstündigen Fahrt auf der Lippe – inklusive einer Schleusung – legte das Boot auf Höhe des „Ruderclub Hamm von 1890“ an. Im dortigen Klubhaus gab es bei einer kleinen Erfrischung und Stärkung eine Präsentation zum Mega-Projekt „Erlebensraum Lippeaue“. Das Projektgebiet erstreckt sich auf etwa 195 Hektar zwischen der Fährstraße im Osten und der Römerstraße im Westen. Der Umbau der Auenlandschaft erfolgt während der etwa sechsjährigen Projektlaufzeit in Teilabschnitten.

OBesichtigt-Tour Halde, © Thorsten Hübner
OBesichtigt-Tour Halde

Sportlich wurde es bei der zweiten „OBesichtigt“-Tour am Sonntagmittag, als die Halden auf Hammer Stadtgebiet per Fahrrad abgefahren wurden. Beeindruckend war direkt zu Beginn der Ausblick vom Haldenzeichen Radbod. In knapp 120 Metern Höhe hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen tollen Blick über das Stadtgebiet – für viele eine ungewohnte Perspektive. Weiter ging es für die Gruppe durch den Lippepark, dessen „Verwandlung von Schwarzgrau zu grün“ der Oberbürgermeister als eine der prägenden Entwicklungen der vergangenen Jahre bezeichnete. „Was hier entstanden ist und wie gut der Lippepark angenommen wird, ist einmalig.“ Nach rund zweieinhalb Stunden endete die sportliche Tür mit einem Imbiss an Cottmanns Hütte auf der Kissinger Höhe.

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