29.08.2019
Projekt „Wissen schafft Erfolg“ wird erweitert

Innovation, Vernetzung und spannende Ideen

Einen Förderbescheid über zwei Millionen Euro übergab Regierungspräsident Hans-Josef Vogel im Hammer Rathaus. Mit dem Geld wird ein erfolgreiches Wirtschaftsprojekt verlängert.

Übergabe des Förderbescheids im Hammer Rathaus (v. l.): Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens, Dr. Michael Dannebom (Kreis Unna), Anica Althoff (Kreis Unna), Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Markus Helms (Kreis Soest), Andreas Möllenhoff (WF Hamm), © Thorsten Hübner

Die erfolgreiche Arbeit kann fortgesetzt werden: Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat im Hammer Rathaus einen Förderbescheid in Höhe von knapp zwei Millionen Euro für das Projekt „Wissen schafft Erfolg: Entwicklung der mittelständisch geprägten Hochschulregion in Westfalen“ an Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens, Projektleiter Andreas Möllenhoff sowie die Wirtschafsförderer Markus Helms (Kreis Soest) und Dr. Michael Dannebom (Kreis Unna) übergeben. „Die Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen ist der Innovationsmotor für die Region und die Basis für eine erfolgreiche Regionalentwicklung“, betonte Regierungspräsident Vogel bei der Übergabe des Förderbescheides.

Schub für heimische Unternehmen
Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann zeigte sich hoch erfreut über die Förderzusage: „Durch das Projekt werden gerade kleine und mittlere Unternehmen spürbar gestärkt. Wir erhoffen uns einen Schub für die heimischen Unternehmen und versprechen uns viel davon, dass die Hochschule Hamm-Lippstadt mit beiden Standorten in das Projekt integriert ist“, sagte Hunsteger-Petermann. „Wir sind deshalb sehr froh über die Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen. Ich bin mir sicher, dass das Geld gut angelegt ist.“ Der besondere Mehrwert des Projektes bestehe in der engeren Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft in Hamm und seinen Nachbarkreisen Soest und Unna. Zum ersten Mal ist auch die Hochschule Hamm-Lippstadt mit beiden Standorten in das Projektgebiet integriert. „Ein wichtiges Bindeglied in diesem Prozess bildet außerdem das neue Innovationszentrum, das in Kürze gegenüber dem Hammer Campus errichtet wird“, unterstrich Hunsteger-Petermann.

Fördern, Unterstützen, Zusammenbringen
Ziel des geförderten Projekts „Wissen schafft Erfolg: Entwicklung der mittelständisch geprägten Hochschulregion in Westfalen“ ist die engere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft in der erweiterten Projektregion Hamm, Kreis Soest, Kreis Unna. Das Projekt ist vor drei Jahre gestartet. Durch die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen wird die Projektarbeit bis 2022 gesichert. Im Rahmen von „Wissen schafft Erfolg“ sollen unter anderem durch Veranstaltungen, Beratung und die Entwicklung von Strategien innovatives und digitales Unternehmertum gefördert und qualifizierte Nachwuchskräfte gebunden werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von wachstumsstarken Unternehmensgründungen und dem Zusammenbringen von Startups und Unternehmen.

Nährboden für Innovationsvorhaben
„Seit dem Start von ‚Wissen schafft Erfolg‘ vor drei Jahren ist es uns gelungen, neue Veranstaltungsformate zu etablieren, die das Bewusstsein für den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und kleinen und mittelständischen Unternehmen nachhaltig geschärft haben“, erklärte Hamms Wirtschaftsförderungs-Chef Dr. Karl-Georg Steffens. „Deshalb freue ich mich, dass unser neuer Projektantrag von der Landesregierung positiv beschieden wurde und die sehr gute Arbeit ausgebaut werden kann.“ Die Erweiterung des Projektgebietes um den Kreis Soest sei besonders hervorzuheben: „Damit wird es uns gelingen, zum verbindenden Glied von Ruhrgebiet und Südwestfalen zu werden“, so Steffens weiter. „Das soll der Nährboden werden für Innovationsvorhaben in den kleinen und mittleren Unternehmen sowie für den Austausch von Startups und Bestandsunternehmen im gesamten Projektgebiet in der Mitte Westfalens.“ Die Projektleitung für das nunmehr erweiterte Fördergebiet mit insgesamt 875.000 Einwohnern hat weiterhin die Wirtschaftsförderung Hamm.

Nachhaltige Arbeit
Erfolgreiche Formate wie das Speeddating, bei dem Studierende der Hochschulen als Werkstudenten oder im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten direkt an kleine und mittelständische Unternehmen der Region vermittelt werden, werden fortgesetzt. Auch das unkomplizierte Kennenlernen und Netzwerken in Veranstaltungsreihen wie „Currywurst, Pommes mit Innovation“ gehört weiterhin zum Repertoire in der Projektregion. Ein weiteres Positivbeispiel für nachhaltige, gute Arbeit ist das Veranstaltungsformat „Der Elektrische Dienstag“, bei dem Unternehmen gezielt über die Möglichkeiten zur Umstellung ihrer Dienstfahrzeuge auf klimafreundliche, elektrische Antriebe informiert werden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Neuauflage wird bereits am Dienstag, 24. September, im Heinrich-von-Kleist-Forum und auf dem Willy-Brandt-Platz durchgeführt.

2,5 Millionen Euro Volumen
„Auf die Zusammenarbeit mit dem neuen, größeren Team freue ich mich riesig“, blickte Projektleiter Andreas Möllenhoff von der Wirtschaftsförderung Hamm voraus. Der Fokus innerhalb des Projekts werde weiterhin auf dem Wissenstransfer in innovative Unternehmen sowie Bindungsstrategien für dringend benötigte Nachwuchskräfte liegen. 2,5 Millionen Euro Volumen umfasst das Projektvolumen bei einer Förderquote von 80 Prozent. Von den zwei Millionen Euro Zuwendung entfallen 860.000 Euro auf Hamm. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes NRW.

Mehr als 50 Institutionen in der Projektregion, darunter Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbände und sehr viele Unternehmen, haben den neuen Projektantrag mit positiven Statements, sogenannten Letters of Intent (LOI), unterstützt. „Mein herzliches Dankeschön gilt den vielen Unterstützern“, betonte Steffens deshalb.

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