02.09.2019
Erlebensraum Lippeaue

Ein „Plateau“ als Erlebnis

Der „Erlebensraum Lippeaue“ ist das größte Umwelt- und Naturschutzprojekt in Hamm – und erhält in 2021 attraktiven Zuwachs: ein rund 48.000 Quadratmeter großes Hochplateau.

v. li. n. re.: Dirk Klingenberg (Projektleiter Lippeverband), Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Dr. Emanuel Grün (Technischer Vorstand Lippeverband), Dr. Oliver Schmidt-Formann (Leiter Umweltamt), Silke Bielefeld (Projektleiterin Stadt Hamm) und Umweltdezernent Jörg Mösgen, © Thorsten Hübner

Die Planungen stellten Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Dr. Emanuel Grün als Technischer Vorstand des Lippeverbandes am Montagmittag vor – und betonten die Vorzüge der neuen (Veranstaltungs-) Fläche.

Hunsteger-Petermann zeigte sich begeistert von dem geplanten Plateau, das auch bei möglichem Hochwasser genutzt werden kann – beispielsweise für Outdoor-Sportgeräte, Sitzgelegenheiten oder temporäre Gastronomie in den Sommermonaten. „Wir werden mit dem Projekt Natur in Innenstadtnähe erlebbar machen und Zugang zum Wasser ermöglichen. Ich bin mir sicher, dass das gerade in den wärmeren Monaten hervorragend angenommen wird und entsprechend ist auch klar, dass wir auf die Fragen nach Toiletten und Parkplätzen Antworten finden müssen – und da sind wir gerade dabei“, versprach der OB. Während er als Toilettenanlage eine temporäre Lösung im Blick hat, soll die Verwaltung mögliche Standorte für einen Parkplatzneubau prüfen.

Visualisierung Erlebensraum Lippeaue, © 3dpixel company Daniel Britsch
Visualisierung Erlebensraum Lippeaue

In den kommenden Jahren werden die Stadt und der Lippeverband insgesamt knapp 40 Millionen Euro investieren, um auf einer Gesamtfläche von mehr als 195 Hektar Auenwälder anzulegen, 1.500 Meter Ufer zu entfesseln oder etwa 2.000 Meter Deich zu verlegen. Stichwort Deichverlegung: Im Bereich des Auenparks – zwischen Flugplatz und Lippe – muss der Deich aus Hochwasserschutz-Gründen nicht mehr verlegt werden, weshalb sich die Projektplaner eine kreative Lösung haben einfallen lassen. „Wir realisieren hier ein Großprojekt mit verschiedenen Facetten, in dem es ständig Optimierungen gibt. Mit der ‚Plateaulösung‘ schaffen wir in knapp drei Metern Höhe eine multifunktionale Fläche und setzen zudem die Erdmassen aus dem Projektgebiet sinnvoll ein – allein dadurch entfallen 18.000 LKW-Fahrten durch das Hammer Stadtgebiet“, erklärt Dr. Emanuel Grün. Das Anfüllen des Plateaus beginnt nach der Deichverlegung voraussichtlich Mitte 2021 und dauert rund sechs Monate. Insgesamt werden dafür bis zu 112.000 Kubikmeter Boden verbaut, die somit nicht aus dem Projektgebiet gefahren werden müssen. Das neu geschaffene Plateau entspricht einer Fläche von rund sieben Fußballfeldern und wird keine „harte Kante“ haben, sondern Richtung Auenpark flach verlaufen und damit begehbar sein.

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