06.02.2018

Investitionsprogramm vorgestellt

Zehn Millionen für OGS und Hauptschulen

Bis 2020 sollen in Hamm rund zehn Millionen Euro in den Ausbau des Offenen Ganztags (OGS) sowie in die Sanierung der Hauptschulen fließen. Die entsprechenden Beschlussvorlagen, über die der Rat in seiner Sitzung am 06 März entscheidet, stellte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann Dienstagnachmittag im Rathaus vor.

v. l. n. r.: Dr. Britta Obszerninks, Thomas Hunsteger-Petermann, Karin Diebäcker, Manfred Lindemann, Claudia Breer
v. l. n. r.: Dr. Britta Obszerninks, Thomas Hunsteger-Petermann, Karin Diebäcker, Manfred Lindemann, Claudia Breer

Allein knapp sieben Millionen Euro nimmt die Stadt mithilfe von Fördergeldern durch KP III-Ergänzung in den kommenden Jahren in die Hand, um in erster Linie die Essensbereiche an elf Grundschulen auszubauen. „Wir haben uns viel Arbeit gemacht und ein aufwändiges System angewendet: Wir haben nicht nur den rechnerischen Bedarf berücksichtigt, sondern haben uns ein Bild vor Ort gemacht: Es geht nicht darum, wer am lautesten schreit, sondern wo der Bedarf am größten ist – das hat unsere Verwaltung transparent dargestellt und dafür bedanke ich mich“, erklärt Hunsteger-Petermann. Bei der Priorisierung der Maßnahmen wurde zunächst die rechnerische Betreuungs- und Speisefläche der Schulen berechnet, zudem gab es im Sommer Begehungen an allen 27 Grundschulen in Hamm. „Es war uns wichtig, von Beginn an die Schulen mitzunehmen und nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen“, verdeutlicht Bildungsdezernentin Dr. Britta Obszerninks. Lob gibt es für diese Vorgehensweise von den beiden Schulausschuss-Vorsitzenden, Manfred Lindemann und Claudia Breer: „Es ist gut, dass mit und nicht über die Schulen gesprochen wurde. Es ist eine gute Nachricht, dass viel Geld investiert wird.“

Nötig sind die Investitionen an der Gebrüder-Grimm-Schule, der Hermann-Gmeiner-Schule, der Bodelschwinghschule, der Johannesschule, der Kappenbuschschule, der Schule im grünen Winkel, der Ludgerischule, der Carl-Orff-Schule, der Freiligrathschule, der Talschule und der Theodor-Heuss-Schule, weil die Nachfrage im Offenen Ganztag seit Jahren deutlich steigt und dadurch an einigen Schulen der Platz knapp wird. Wurden im Schuljahr 2013/14 rund 33 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Offenen Ganztag betreut, so waren es 2016/17 bereits 37 Prozent. Laut aktuellem Schulentwicklungsplan wird der Bedarf für OGS und Über-Mittag-Betreuung bis zum Schuljahr 2022/23 auf knapp 61,1 Prozent steigen – langfristig sind laut Gutachter sogar bis zu 75 Prozent realistisch. Dank der knapp sieben Millionen Euro, die in erster Linie für den Bau von multifunktionalen Räumen genutzt werden, schafft die Stadt Kapazitäten, um auf diese Entwicklungen reagieren zu können.

Zusätzlich zu den Investitionen im OGS-Bereich wird die Stadt bei positivem Ratsbeschluss im März zudem rund 2,8 Millionen Euro für die Sanierung der Hauptschulen ausgeben. In den Jahren 2019 und 2020 soll beispielsweise die Karlschule für knapp 1,6 Millionen Euro saniert werden. Einerseits sollen Brandschutz-Maßnahmen und Rettungswege überarbeitet und naturwissenschaftliche Fachräume eingerichtet werden, andererseits auch die Lehrküche saniert und das Hausmeisterhaus zu schulischen Zwecken umgebaut werden. Darüber hinaus fließen rund 645.000 Euro in die Martin-Luther-Schule: Dafür  wird der Chemieraum umgebaut und die Lehrküche saniert. Weitere 573.000 Euro fließen in Brandschutzmaßnahmen der Albert-Schweitzer-Schule (Standort Stefanstraße). Nicht berücksichtigt ist hierbei die Sanierung der Schülertoiletten, die für rund 355.000 Euro aus dem laufenden Haushalt finanziert wird.