03.08.2018

Astbrüche drohen

„Hitzestress“ für Stadtbäume

Unter den seit Wochen hohen Temperaturen leiden vor allem die knapp 85.000 Stadtbäume in Hamm – nicht zuletzt deshalb wässern städtische Mitarbeiter, Feuerwehrleute sowie Bürgerinnen und Bürger die Bäume zusätzlich.

Dennoch ist die Gefahr so genannter „Grünastabbrüche“ gestiegen – am Otto-Krafft-Platz sowie im Hallohpark in Bockum-Hövel sind bereits Äste heruntergefallen. Das Problem: Im Gegensatz zu den heimischen Wäldern profitieren die Stadtbäume nicht vom relativ hohen Grundwasserpegel, weshalb die Wasserversorgung – speziell für die Äste – schwierig ist. Im so genannten Ruhemodus leiten die Pflanzen alle Energie in den lebenswichtigen Stamm und die Wurzeln, um sie zu schützen. „Die Bäume sind aufgrund der anhaltenden Hitze anfälliger. Die herabfallenden Äste der äußerlich gesunden Bäume können eine Gefahr darstellen, weshalb wir insbesondere Parkbesucher um erhöhte Aufmerksamkeit bitten“, erklärt Stadtsprecher Tom Herberg. Vor allem Pappeln sowie aufgrund ihrer Früchte auch Kastanien, Buchen und Eichen seien anfällig. Eine Fällung der Bäume ist aus Sicht der Stadt derzeit kein Thema: „Es ist ein natürlicher Prozess, der sich aufgrund des Wassermangels vollzieht. Deshalb macht es wenig Sinn, wenn wir gesunde Bäume fällen“, betont Herberg.

Darüber hinaus weist die Stadt darauf hin, dass in Parks und Wäldern weiterhin erhöhte Brandgefahr gilt: Zigaretten oder Glasflaschen dürfen aufgrund der Trockenheit nicht achtlos weggeworfen werden.