22.01.2019

Zwischenbilanz zu vier Jahren Stadtentwicklungsgellschaft

Handeln statt nur Zusehen

Fördermittel von rund 17,5 Millionen Euro konnte die Stadtentwicklungsgesellschaft bisher akquirieren – bei einem Einsatz von rund 4,4 Millionen Euro eigenem Kapital. Das ist eines der Ergebnisse einer Zwischenbilanz anlässlich des vierjährigen Bestehens der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG).

Rund fünf Millionen Euro Fördergelder kommen der Stadt Hamm aus dem Problemimmobilienprogramm (Zuzug Süd-Ost-Europa) zugute. Weitere 12,5 Millionen Euro konnten dadurch akquiriert werden, dass die Stadtentwicklungsgesellschaft die notwendigen Eigenanteile bei Förderprojekten von Land, Bund und EU übernommen hat (meist 90-Prozent-Förderung). Die SEG Hamm mbH war zum 01.01.2015 als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Hamm gegründet worden. Im Vorfeld war die Grundsteuer B auf 600 Prozentpunkte erhöht worden. Das Steuergeld fließt zunächst in den städtischen Haushalt und wird dann unter Berücksichtigung der Eckdaten des Haushalts an die SEG weitergeleitet – um städtebauliche Entwicklungen zu gestalten, aber auch, um die städtischen Eigenanteile bei Förderprojekten von Land, Bund und EU zu übernehmen. „Ohne die Hilfe der SEG wären wir vielfach nicht in der Lage, dringend notwendige Fördergelder zu bekommen. Wir werden zum Beispiel aktiv, um soziale Brennpunkte oder kriminelle Milieus zu vermeiden oder gar nicht erst entstehen zu lassen“, betont Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Die Projekte hätten ansonsten aufgrund des Stärkungspaktes des Landes NRW und der damit verbundenen gedeckelten Investitionen nicht getätigt werden können.

SEG gibt Spielraum zum Eingreifen
Die SEG sei ein modernes Instrument der Stadtentwicklung, das sich bewährt habe: „Natürlich zahlt keiner gerne mehr Steuern, das ist nur verständlich. Aber während in anderen Städten Steuererhöhungen notwendig sind, um den laufenden Haushalt zu stemmen, gibt die SEG uns Spielraum zum Eingreifen. Ohne sie wären wir gezwungen, negativen Entwicklungen in unseren Straßen einfach zuzusehen.“ Und dies sei schließlich keinesfalls im Interesse der Bürgerinnen und Bürger.

12,5 Millionen Euro wurden bereits in Stadtentwicklungsprojekte investiert. Die Projektliste ist lang: Das Hochhaus Heessener Straße mit einem Nachbargebäude, die Lange Straße 53 und die Immobilien  Wilhelmstraße 20-23 (ehem. Möbelhaus Wiek), 61, 63-65, Wilhelmstraße 172-174, 176 oder das Baugebiet Dörholtstraße (ehem. Sportplatz) sind nur einige Beispiele. 7,5 Millionen Euro sind zwar noch nicht verausgabt, aber bereits in Projekten gebunden: Sie fließen insbesondere in das Wassersportzentrum und die Tierpark-Sanierung.