25.06.2018

Integrationskonzept wird fortgeschrieben

„Es geht um langfristige Eingliederung“

Selbstständigkeit, Teilhabe, Unterstützung: Mit diesen und weiteren Zielen schreibt die Stadt Hamm ihr Integrationskonzept fort, das der Rat in seiner Juli-Sitzung beschließen soll.

v. li. n. re.: Theodor Hesse (Fachbereichsleiter Soziales), Nicolas Apitzsch (Amt für Soziale Integration), Ralf-Dieter Lenz (stellv. Vorsitzender Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration), Ismail Erkul (Vorsitzender Integrationsrat), Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Oskar Burkert (Vorsitzender Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration), Wolfgang Müller (Leiter Amt für Soziale Integration), Stefanie Zahorodny (Amt für Soziale Integration)
v. li. n. re.: Theodor Hesse (Fachbereichsleiter Soziales), Nicolas Apitzsch (Amt für Soziale Integration), Ralf-Dieter Lenz (stellv. Vorsitzender Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration), Ismail Erkul (Vorsitzender Integrationsrat), Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Oskar Burkert (Vorsitzender Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration), Wolfgang Müller (Leiter Amt für Soziale Integration), Stefanie Zahorodny (Amt für Soziale Integration)

„Mit dem Integrationskonzept, das wir 2016 beschlossen haben, haben wir bereits vieles erreicht. Jetzt gilt es, den nächsten Schritt zu tun: Nach dem ‚Ankommen‘ geht es nun um die langfristige Integration der zugewanderten Menschen – das wird uns mit der Fortschreibung unseres Integrationskonzepts gelingen“, zeigt sich Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann stolz bei der Präsentation des Integrationskonzepts. Das Konzept ist rund 100 Seiten stark, auf denen 46 verschiedene Maßnahmen detailliert dargestellt werden – sein Kern lässt sich prägnant mit „Fördern und Fordern“ zusammenfassen. Dafür investiert die Stadt Hamm jährlich rund 1,6 Millionen Euro – die durch zusätzliche Fördermittel von Bund und Land noch einmal erheblich aufgestockt werden. Den Schwerpunkt der kommunalen Investitionen bildet weiterhin die Schulsozialarbeit, die in der Fortschreibung des Konzeptes mit 800.000 Euro veranschlagt ist, gefolgt von mehreren Programmen, die gemeinsam mit sozialen Trägern durchgeführt werden. „Daneben umfasst das Konzept auch Maßnahmen und Projekte, die über Bund und Land finanziert werden – und unseren städtischen Eigenanteil deutlich übersteigen“, erläutert der Oberbürgermeister: „Mit dem Integrationskonzept haben wir schon tolle Erfolge erzielt. Bei rund 2.600 Menschen hat das Konzept in den vergangenen zwei Jahren die Basis der Integration gebildet. Wir wissen aber auch: Integration ist eine Langzeitaufgabe, die wir uns als Stadt auch etwas kosten lassen müssen – deshalb haben wir unseren städtischen Finanzierungsanteil auch noch einmal angehoben.“ Oskar Burkert, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration und Ralf-Dieter Lenz, stellvertretender Ausschuss-Vorsitzender ergänzen: „Das Konzept ist hochprofessionell erarbeitet und wird den Menschen in unserer Stadt spürbar zugutekommen. Wir werden auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten Zuwanderung erleben. Mit der Umsetzung des Integrationskonzeptes werden wir das meistern und von der Zuwanderung profitieren.“

Breites Maßnahmenangebot
„Wir müssen die Menschen in die Lage versetzen, sich eigenständig eine Existenz aufzubauen – auch wirtschaftlich“, betont Theo Hesse, Fachbereichsleiter Jugend, Gesundheit und Soziales. Neben bewährten Maßnahmen des Konzepts aus 2016 beinhaltet die Fortschreibung neue Maßnahmen wie die Einrichtung eines Sprachkursportals, um niedrigschwellige Sprachkursangebote zu schaffen. Ebenso gehört der Ausbau der schulischen Integrationsarbeit durch Programme wie „Mein Mentor“ und „Hammer Helden“ dazu, bei denen zugewanderte Kinder und Jugendliche Zugang zu Vereinsstrukturen und Netzwerken erhalten. „Integration läuft bei jedem Menschen ganz individuell ab. Mit unserem breiten Maßnahmenangebot sind wir in der Lage, für jeden zugewanderten Menschen die passenden Hebel anzusetzen um die Integration erfolgreich zu gestalten“, führt Theo Hesse aus. Der Zeitraum der Fortschreibung des Integrationskonzepts umfasst die Jahre 2018 bis 2020.

Gemeinsame Beratung 
In einer gemeinsamen Sitzung am 2. Juli beraten der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration, der Kinder- und Jugendhilfeausschuss, der Schulausschuss und der Integrationsrat das Konzept. Verabschiedet werden soll das Kommunale Integrationskonzept am 10. Juli durch den Rat der Stadt Hamm.