11.05.2018

St.-Josef-Krankenhaus

Es braucht realistische Zukunftsperspektiven

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und die beiden Fraktionsvorsitzenden der großen Koalition, Dr. Richard Salomon und Justus Moor, laden die Interessensgemeinschaft zum Erhalt des St.-Josef-Krankenhaus in Bockum-Hövel dazu ein, an realistischen Zukunftsoptionen mitzuarbeiten.

In einem Brief an BI-Vorsitzende Marina Weber heißt es wörtlich: „Wir ermuntern Sie und die Akteure der Bürgerinitiative, sich in den nun beginnenden Rahmenplanungsprozess aktiv mit einzubringen und mit uns die Grundlagen für eine moderne und attraktive Entwicklung im Zentrum Bockum-Hövels zu schaffen.“ Zudem begrüßen die drei Unterzeichner die Ankündigung der St.-Franziskus-Stiftung, ihr Engagement in der ambulanten medizinischen Versorgung im Stadtbezirk Bockum-Hövel – aktuell in den Bereichen Chirurgie, Neurochirurgie und Allgemeinmedizin – auch in Zukunft weiter fortzusetzen und gegebenenfalls weiter auszubauen: „Das muss nicht zwangsläufig am jetzigen Standort sein,  aber in jedem Fall im Zentrum von Bockum-Hövel.“ 

Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann und die beiden Fraktionsspitzen betonten, dass es keine Engpässe bei der medizinischen Versorgung geben werde. Schließlich seien die Hammer Krankenhäuser von Bockum-Hövel aus gut zu erreichen: „Darüber hinaus werden wir die Verbindung über den öffentlichen Nahverkehr durch eine entsprechende Buslinie sicherstellen.“ Weiter betonten Thomas Hunsteger-Petermann, Dr. Richard Salomon und Justus Moor, dass die Zuführung der beiden Standorte nicht nur die St.-Barbara-Klinik selbst stärke, sondern auch den Krankenhausstandort Hamm. „Die St. Franziskus-Stiftung hat in den Gesprächen noch einmal bekräftigt, dass eine optimale medizinische und pflegerische Versorgung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie der persönlichen Fürsorge nur realisierbar sind, wenn Standorte auch wirtschaftlich geführt werden könnten: Das ist in der abgängigen Substanz des Gebäudes in Bockum-Hövel nicht mehr der Fall.“ Deshalb sei die Entscheidung zur Zusammenführung auch im Einvernehmen mit der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen in Westfalen-Lippe getroffen worden. Im Nachgang zu dem persönlichen Gespräch mit dem Oberbürgermeister und den Fraktionsspitzen hatten die Vertreter der St.-Franziskus-Stiftung auch schriftlich erklärt, dass die Leistungskonzentration von den Kostenträgern gefordert und die Zusammenlegung der Standorte unterstützt werde. „Das St.-Josef-Krankenhaus in Bockum-Hövel ist Teil der St.-Barbara-Klinik. Eine isolierte Übernahme eines Standortes durch einen anderen Träger ist krankenhaus- und planungsrechtlich nicht möglich.“

Vor diesem Hintergrund könne es aktuell nur noch darum gehen, realistische Zukunftsperspektiven zu entwickeln, betonten Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und die beiden Fraktionsspitzen: „Wir tragen jede Lösung mit, die für Bockum-Hövel Sinn macht – und wir sichern selbstverständlich zu, dass wir potenzielle Investoren nach besten Kräften unterstützen werden, sofern die jeweiligen Konzepte realistisch sind.“ Gleichzeitig betonten Thomas Hunsteger-Petermann, Dr. Richard Salomon und Justus Moor, dass man die Sorgen und Bedenken der Menschen in Bockum-Hövel sehr ernst nehme: „Umso mehr muss es uns bei der Zukunftsplanung um seriöse Ideen und Vorschläge gehen. Niemandem ist damit geholfen, wenn wir in diesem Zusammenhang falsche Hoffnungen wecken.“

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