08.10.2018

„OBesichtigt“ zur Eurobahn

Einblick ins Herzstück

Mit dem Besuch der Eurobahn-Werkstatt in Heessen stieß die „OBesichtigt“-Tour Sonntagvormittag in neue Dimensionen vor: In der Halle beeindruckten die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem die 96 Meter lange Waschstraße sowie die elektrische Hebebühne für die bis zu 141 Tonnen schweren Züge.

„OBesichtigt“ zur Eurobahn

Ab dem Hauptbahnhof Hamm fuhr die Reisegruppe standesgemäß per Sonderzug „OBesichtigt“-Express in Richtung der 2009 für rund zehn Millionen Euro erbauten Werkstatthalle. „Hamm ist ein wichtiger und zentraler Standort für uns, an dem alleine rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind“, erklärte Eurobahn-Geschäftsführerin Anne Mathieu. In Hamm werde laut Mathieu nicht nur der Großteil der 91 Eurobahn-Züge gewartet, sondern seien auch Teile der Verwaltung sowie die wichtige Leitstelle untergebracht. „Ich freue mich über das Bekenntnis zum Standort Hamm und bin mir sicher, dass die Erfolgsgeschichte der Eurobahn in Hamm noch lange weitergehen wird“, unterstrich Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

„OBesichtigt“ zur Eurobahn

Die Besucher zeigten sich vor allem von den Dimensionen in der rund 130 Meter langen Werkstatthalle beeindruckt: Vier Gleise in der Halle sind mit Hebebühnen ausgestattet, dazu gibt es auf dem 30.000 Quadratmeter großen Areal Mess- und Wiegegleise und eine eigene Waschstraße. Die 96 Meter lange Waschstraße ist die einzige im Umkreis, die die 3500-PS-Züge vollautomatisch reinigen kann. „Unsere Anlage reinigt die Züge besonders umweltschonend, 90 Prozent des Waschwassers werden aufbereitet und wieder verwendet“, erklärte Lukas Hagemann, der stellvertretende Eisenbahnbetriebsleiter. Neben der Waschstraße erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer exklusive Einblicke in die Wartung und Sicherheit der Züge: Auf vier riesigen Hebebühnen werden die bis zu 141 Tonnen schweren Züge zunächst hochgefahren, ehe sie anschließend von den Eurobahn-Mitarbeitern gewartet, kontrolliert und nicht zuletzt repariert werden. Frohe Kunde am Ende des Rundgangs: Auch im kommenden Jahr wird es wieder „OBesichtigt“-Touren geben.