26.06.2018

Brennhaare lösen allergische Reaktionen aus

Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

In Hamm breitet sich der Eichenprozessionsspinner mit seinen Gespinst-Nestern aus. Durch die Brennhaare der Raupen drohen Gefahren für Menschen und Tiere.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die sich in den letzten Jahren rasant in Deutschland ausgebreitet hat – und nun auch in Hamm heimisch geworden ist. Auf öffentlichen Grünflächen, auf Spielplätzen und in Parks, aber auch in privaten Gärten sind bereits die Nester des Eichenprozessionsspinners gesichtet worden. Diese haben es in sich: Die Raupen des Schmetterlings sind mit Brennhaaren bestückt, die bei Berührung allergische Reaktionen auslösen können. Städtische Mitarbeiter richten im öffentlichen Raum bei befallenen Bäumen Warnhinweise ein und leiten die Bekämpfung durch spezialisierte Fachfirmen in die Wege.

Hotline: Funde bitte melden 
Als erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die im öffentlichen Raum oder im heimischen Garten Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt haben, richtet die Stadt Hamm eine Hotline im Ordnungsamt ein. Unter Tel. 02381 17-7272 können Bürgerinnen und Bürger ab Montag, 18. Juni, Nesterfunde melden und erste Antworten zum Umgang mit den Nestern erhalten. Um einen Überblick über die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Hamm zu erhalten, bittet die Stadt Hamm darum, auch Funde im heimischen Garten unbedingt bei der Hotline zu melden. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 7 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 7 bis 12.30 Uhr erreichbar. 

Nicht berühren!
Der Kontakt mit den Raupen bzw. Nestern sollten Bürgerinnen und Bürger unter allen Umständen vermeiden: nicht berühren! Wenn man doch zu nah an ein Eichenprozessionsspinner-Nest geraten ist, sollte man seine Kleider wechseln und waschen und sich gründlich waschen – auch die Haare, da sich hier die Brennhaare verfangen können. Deshalb sollten Spaziergänger und Hundebesitzer auch in Wäldern derzeit besonders aufmerksam sein. Hunde und Katzen sind durch ihr Fell recht gut gegen die Brennhaare geschützt. Allerdings kann es vorkommen, dass die Haustiere die Raupen des Eichenprozessionsspinners aus Neugier beschnüffeln oder fressen, wodurch es zu Entzündungen im Nasen- und Mundbereich der Tiere kommen kann. Dann sollten die Besitzer unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Bekämpfung durch Fachfirma vornehmen lassen

Grundstückseigentümer sind grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, die Bekämpfung der Nester vornehmen zu lassen. Die Bekämpfung der Nester sollten sie unbedingt einem Fachbetrieb überlassen, da spezielle Schutzkleidung notwendig ist, um bei der Bekämpfung nicht mit den Brennhaaren in Kontakt zu gelangen!
Betroffene Grundstückseigentümer sollen sich darauf vorbereiten, im kommenden Frühjahr ein Biozid an ihren Eichen auszubringen, das die Entwicklung der Raupen hemmt und sie dadurch frühzeitig absterben lässt. Durch diese Maßnahme können sie einen erneuten Befall ihrer Bäume mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners vermeiden oder eindämmen. Informationen und Beratung dazu können sie unter der genannten Hotline oder beim städtischen Umweltamt erhalten. Die Stadt Hamm empfiehlt privaten Grundstückseigentümern, auf den Befall durch Nester an ihren Bäumen durch Warnhinweise aufmerksam zu machen. Eine entsprechende Vorlage steht unter „Downloads“ zur Verfügung.