06.12.2018

„Kälteshuttle“ geht in Testbetrieb

„Die Wohnungsnotfallhilfe funktioniert!“

Die Wohnungsnotfallhilfe von Stadt Hamm und sozialen Trägern hat neue Maßnahmen und Projekte entwickelt. Die Entwicklung zeigt: Die Hilfe kommt an.

„Die lange Zeit noch warmen Temperaturen haben dazu geführt, dass regelmäßig nur fünf bis acht Personen in der Unterkunft geschlafen haben. Diese waren aber keineswegs Dauergäste. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der Caritas Hamm, konnten sehr schnell Perspektiven entwickelt und auch Vermittlungen in eine Wohnung erreicht werden“, zeigt sich Frank Schulte, Leiter des Amtes für Soziales, Wohnen und Pflege, zufrieden mit den Entwicklungen der Wohnungsnotfall- und Wohnungslosenhilfe in 2018. Rund 2.800 Übernachtungen verzeichnete die städtische Notunterkunft bis Anfang Dezember 2018 – deutlich mehr als in den Vorjahren, bei einer vergleichbaren Anzahl der Nutzer. „Wir hatten in diesem Jahr einige ‚Dauergäste‘, bei denen sich die Vermittlung von Anschlussperspektiven als schwierig erweist und länger dauert. Dadurch steigen natürlich die Übernachtungszahlen. Aber gerade hier zeigt sich: Unser bestehendes Netzwerk der Träger in der Wohnungsnotfallhilfe funktioniert“, betont Schulte. Einen Anteil an der guten Arbeit mit den Menschen in der Unterkunft hat das Projekt „cum pane“ der Caritas. „Mit dem Frühstücksangebot in der Notunterkunft können wir die Beziehungsarbeit deutlich intensivieren“, berichtet Elmar Marx, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Hamm.

Kälteshuttle im Testbetrieb
Seit Anfang Dezember steht zudem ein „Kälteshuttle“ in einem Testbetrieb bereit. Mit dem Bus können obdachlose Menschen zur städtischen Notunterkunft fahren. Der Kälteshuttle wird bei nächtlichen Temperaturen von null Grad und weniger fahren und dabei vier festgelegte Haltestellen in der Innenstadt anfahren. "Mit dem Kälteshuttle bieten wir den Menschen, die draußen leben, einen unkomplizierten Weg, um die Notunterkunft zu nutzen. Dadurch erhoffen wir uns auch, einen Zugang zu den Menschen zu bekommen und ihnen Unterstützung anbieten zu können. Denn klar ist: Jeder Mensch auf der Straße ist einer zu viel!“, unterstreicht Ewald Wehner vom Arbeitskreis für Jugendhilfe. Anfang 2019 wird eine erste Auswertung zur Nutzung des Kälteshuttles vorgenommen und darauf aufbauend weitere Schritte in der Wohnungsnotfallhilfe besprochen.