01.06.2018

"Erlebensraum Lippeaue"

240.000 Euro für Teilprojekt

Die Bezirksregierung Arnsberg hat für das das Integrierte Handlungskonzept "Erlebensraum Lippeaue" einen weiteren Förderbescheid ausgestellt. Katharina Krückel vom Umweltamt der Stadt Hamm nahm den Bescheid am Mittwoch, 30. Mai, aus den Händen von Hauptdezernentin Dagmar Schlaberg von der Bezirksregierung Arnsberg entgegen.

Logoleiste Erlebensraum Lippeaue 

v. li. n. re.: Katharina Krückel aus dem Umweltamt der Stadt Hamm, Hauptdezernentin Dagmar Schlaberg von der Bezirksregierung Arnsberg, Jürgen Storm von der Bezirksregierung Arnsberg
v. li. n. re.: Katharina Krückel aus dem Umweltamt der Stadt Hamm, Hauptdezernentin Dagmar Schlaberg von der Bezirksregierung Arnsberg, Jürgen Storm von der Bezirksregierung Arnsberg

"Das Projekt ‚Erlebensraum‘ ist ein Marathon-Projekt. Mit diesem Förderbescheid haben wir wieder eine kleine Etappe geschafft", freute sich Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann über die guten Nachrichten. Gemäß Förderzusage des Landes NRW soll das Gesamtprojektbudget in den kommenden Jahren durch eine Vielzahl einzelner Förderbescheide aus verschiedenen "Töpfen" noch auf insgesamt über 30 Millionen Euro anwachsen. Das Projektgebiet umfasst eine Gesamtfläche mit rund 200 Hektar eine Fläche von fast 30 Fußballfeldern – und erstreckt sich von Heessen bis nach Bockum-Hövel.

Grundstückskäufe und Ausgrabungen
Das nun mit 240.000 Euro geförderte Teilprojekt "Archäologie und Schule" beinhaltet die angeleitete Begleitung archäologischer Grabungen im Bereich Borgstätte in der Lippeaue in Hamm durch Schülerinnen und Schüler. Hier wird das "Haus Nienbrügge" vermutet, das in der Gründungsgeschichte der Stadt Hamm eine bedeutende Rolle eingenommen hat. Gefördert wird dieses Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Landes NRW nach dem Aufruf Grüne Infrastruktur. Durch die Förderung werden notwendige Grundstücksankäufe auf rund 12.500 Quadratmetern sowie die Durchführung von Ausgrabungen mit Schülerinnen und Schülern im Bereich Borgstätte unterstützt.

Schüler für Schutz von Natur und Heimat begeistern
Zur Umsetzung des Teilprojektes sollen Lernprogramme für die Klassenstufen 3 und 4, 5 bis 7 sowie 8 bis 10 erarbeitet und angeboten werden. Diese Lernprogramme setzen sich aus einer Teilnahme an den Grabungsarbeiten sowie aus Modulen zur Vor- und Nachbereitung (beispielsweise Methoden der Archäologie, Regionalgeschichtliche Anbindung, Reflexion) zusammen. In der Nachbereitung können die Lernprogramme in den Schulen so aufgearbeitet werden, dass sie im Unterricht auch noch nach Abschluss des Teilprojektes "Archäologie und Schule für nachfolgende Generationen genutzt werden können. Damit werden die Schülerinnen und Schüler nachhaltig für die Bedeutung der Lippeaue interessiert, wodurch auch die Wertschätzung von Fluss und Aue, die Zielsetzung des Projekts "Erlebensraum Lippeaue" und die Bereitschaft der jungen Menschen zum Schutz und Erhalt der Natur erhöht wird.

Mittelalterliche Befestigung als Nachbildung?
Im Nachgang des Teilprojektes "Archäologie und Schule" soll auch die Vermittlung von Informationen zu den archäologischen Fundstellen Berücksichtigung finden. Je nach Befundlage wäre mindestens das Aufstellen von Informationstafeln vorstellbar, bei Aufdeckung gut erhaltener Mauerreste könnten diese auch entsprechend konserviert und präsentiert werden. Als Präsentationsort soll eine mittelalterliche Befestigungsanlage auf einem leicht erhobenen Erdhügel (Motte) nachgebildet werden. Dazu werden nach Abschluss des Teilprojektes "Archäologie und Schule" weitere Fördermittel beantragt.