01.08.2019

Behindertenkoordination der Stadt Hamm

Die Behindertenkoordination vertritt die Belange und Interessen von Menschen mit Behinderung in Hamm (hier leben zurzeit circa 21.000 Menschen mit Behinderung) in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen im Hinblick auf die Einhaltung des Benach­teiligungs­verbotes gemäß Artikel 3 Satz 2 des Grundgesetzes und der Umsetzung der Forderungen des Gleichstellungsgesetzes.

Schwerpunktaufgaben der Behindertenkoordination sind

  • die Integrationsarbeit für behinderte Menschen in die Gesellschaft und das Arbeitsleben
  • die frühzeitige Erkennung und Beseitigung von Zuständen, Verhältnissen und Bewusstseinsstrukturen, die die Integration behinderter Menschen verhindert oder beeinträchtigt
  • die frühzeitige und umfassende Beteiligung an Planungs- und Realisierungsprozessen in der Stadt Hamm

 Tätigkeitsschwerpunkte:

  • Behindertengerechte Beratung der Fachämter der Stadtverwaltung und "privater Investoren" bei den Planungen im Bau- und Verkehrsbereich sowie der Infrastrukturgestaltung (z. B. Parkflächen, Sportanlagen etc.) und der baulichen Gestaltung von Gebäuden
  • Förderung und Koordinierung
    • der Zusammenarbeit der verschiedenen (Wohlfahrts-)Verbände, Behindertenvereine und anderen Beteiligten in der Behindertenhilfeder Aktivitäten
    • der Verbände, Institutionen und Organisationen
  • Beratung von Menschen mit Behinderung in speziellen Angelegenheiten und Vermittlung an die zuständigen Fachämter, Verbände, Einrichtungen sowie Koordinierung der Hilfen
  • Intensive Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um die spezielle Situation der Menschen mit Behinderung nachhaltig zu verbessern

 

Im Januar 2004 wurde in NRW das Landesgleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderungen verabschiedet. Hierzu wurde im Sommer 2004 folgende Rechtsverordnung verabschiedet:

  1. Verordnung zur Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz

    Der Anspruch auf Bereitstellung eines Gebärdensprachdolmetschers, soweit eine solche Kommunikationshilfe zur Wahrnehmung eigener Rechte in einem Verwaltungsverfahren erforderlich und eine schriftliche Verständigung nicht möglich ist, wird durch einen städtischen Gebärdensprachdolmetscher aus dem Amt für Soziale Integration abgedeckt.

  2. Verordnung zur Zugänglichmachung von Dokumenten für blinde und sehbehinderte Menschen im Verwaltungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz

    Die Dokumente sollen den Berechtigten schriftlich, elektronisch, akustisch, mündlich oder in sonstiger Weise zugänglich gemacht werden. Im ersten Schritt hat sich der Landesverband der Blinden und Sehbehinderten NRW bereiterklärt, für die Kommunen NRW die Umsetzung der jeweiligen Dokumente vorzunehmen.

  3. Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz
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